Die conscrvatwe Presse.
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Standcsnnterschicde sind abgcschafft, daher kein Thier mehr das anderefressen darf. Die Freiheit der Person ist gewährleistet; Menageriensind für immer abgcschafft, das Einfangcn und Aufpießcn der Jnscctcnvon nun aufgehoben; Kettenhunde dürfen nicht mehr gehalten werden.Die körperlichen Züchtigungen sind für ewige Zeiten abgeschafft; Fuhr-leute und Vichtrciber haben sich der entehrenden Peitsche und des unan-genehmen Prügelns zu enthalten" re. Oder ein Borschlag einen „Vereinzur Hebung der Interessen der Wölfe" zu bilden, Herrn Eheizes aufzn-suchcn und an dessen Spitze zu stellen: „Vor allen Dingen stifte manöffentliche Speiscanstaltcn d. h. Freitische für die Wölfe, damit sic fernernicht mehr gezwungen sind dem blutigen Raube nachzngehen"; und der-gleichen mehr
Der Klcinmuth, die Furchtsamkeit, die „Innäntio temporis rmti"des Spicßbürgerthums und die herausfordernde Ausgelassenheit der con-servativcn Journalistik, sie waren nur die beiden äußersten Ausläufereiner und derselben Bewegung, die durch das ganze seit dem Vorfrühlingdes Jahres in convnlsivischc Bewegung gcrathenc mittlere Europa ging,die sich in Deutschland, in Frankreich, in Österreich durch im Wesengleiche nur in der Erscheinung verschieden gestaltete Symptome bemerkbarmachte, und die im politischen Leben der Völker dasselbe ist was imphysischen des Einzelnen jener Proccß, wo nach einer heftigen Erschüt-terung, nach dem Anfalle einer gefährlichen Krankheit, wenn cs andersdes Hcimgcsnchtcu Los ist daß er dem Leben erhalten und der Gesund-heit wicdcrgegcbcn werde, Mutter Natur eine vehemente zur Heilungführende Rcactiou cintretcn läßt.
Doch die Ausartungen der Revolutions-Periode zogen noch andere,mitunter ernste ja beklagenswcrthc Folge» nach sich. Schwächere Orga-nismen wurden durch sic gebrochen, zerstört, leiblichem oder geistigemSicchthum hingcgeben. Besonders in letzterer Hinsicht hatte die Psychiatrictraurige Wahrnehmungen zu verzeichnen. „Kaum war der letzte Schußgefallen", schrieb Brierre de Boismont nach den Pariser Februar-Tagen,„als ich schon mehrere Opfer dieser Revolution in meinen beiden Anstal-ten aufnahm; sic waren traurig und angstvoll, glaubten daß man sie er-morden wolle. Der eine, ein Manu von vielen Kenntnissen, Verfassermehrerer Werke, wagte kein Wort, fürchtend daß man ihn in einer Gasseersticke; mehreren drohten Stimmen mit der Guillotine oder sic hörten