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III. 2. Ursachen »nd Wirkungen.
Vorgänger im Amte nie hätten unterlassen sollen. In ein solches Laby-rinth von Widersinn hatte man sich verfahren! In solch klaffendenZwiespalt zwischen dem was man ausführen wollte, und dem was mannicht hindern konnte, war man gerathcn! In so grellem Widerspruchestanden die auf dem Papier durch die drakonischesten Strafandrohungengeschützten Verwaltnngszuständc mit den nnabweislichen Geboten derfortgeschrittenen Zeit und mit den Ansichten und Wünschen der loyalstenSöhne des Vaterlandes!
Dieses Mißverhältniß zwischen Wollen und Thun, zwischen schar-fem Vorsatz und lässiger Ausführung zeigte sich auch in andern Dingen;es war eine bezeichnende Eigenthümlichkeit der vormärzlichcn Regierung.Sic hat ihre Ziele zu keiner Zeit mit der erforderlichen Energie undConscqnenz verfolgt; sie hat die Zügel bald stramm angezogcn, baldlocker schlendern lassen; sie hat in vielen Dingen an dem Einen haltenzu müssen und von dem Andern nicht lassen zu dürfen geglaubt; sie istdadurch häufig in Halbheiten gerathen, in Schwäche verfallen. KaiserJoseph II. wollte alle ständische und landtäglichc Wirksamkeit einfach bei-seite schieben, ließ keine Landtage, keinen ungarischen Reichstag znsammen-rnfen, arbeitete mit seinem Staatsrath und seinen Central-Stcllen allein.Als in Folge dessen allgemeine Mißstimmung hervorbrach, selbst Auf-stand drohte, hob Leopold II. mit cinemmal allen ans die provinziellenBertrctungskörper geübten Druck ans, berief den ungarischen Reichstagwieder ein, nahm die Beschwerden und Vorschläge der erbländischcnLandstünde entgegen. Kaiser Franz hegte die Absichten seines Oheims,ohne dessen selbstbewußtes Wesen zu besitzen; er hielt von den Gewäh-rungen seines Vaters die Form aufrecht, aber schloß dem verfassungs-mäßigen Geist allen freien Spielraum ab. So blieben im Grundsatzhalb-constitntionclle Formen aufrecht, während in der Ausführung derstrammste Absolutismus widerspruchlosen Gehorsam verlangte. ÄhnlichesZwitterwesen waltete in der äußern Politik. Bei Joseph II. schien dieIdee des deutschen Kaiserthums alle andern zu beherrschen. Sein Neffelegte die deutsche Kaiserkrone nieder und setzte sich die österreichischeauf's Haupt; er entsagte dadurch allen Ansprüchen, befreite sich aberauch von allen Verpflichtungen gegen die nicht-österreichischen Länder undbeschränkte sich auf die Beherrschung seiner Erbstaaten. Allein dochwieder wollte er nicht anfhören „deutscher" Fürst zu sein. Er weigertesich nach dein siegreichen Kampfe wider Napoleon die deutsche Kaiser-