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III. 2. Ursachen und Wirkungen.
hat, lassen sich nicht unter andern Verhältnissen, mit andern Mitteln,auf andern Wegen Vortheilc von kaum geringerem Wcrthc erreichen?Kann nicht auch ein Staatskörpcr groß und stark, einig und glücklichsein, der den verschiedenen Bestandthcilcn, aus denen er zusammen-gesetzt, die Freiheit naturgemäßer Entfaltung gönnt und eben dadurchjeden Wunsch einer Änderung ihrer Lage entzieht, weil in ihnendie Überzeugung lebendig wird, daß sic durch ein Ausscheiden ans demVerbände, der sic mächtig schützend umfängt, möglicherweise verlieren,aber nie gewinnen können? Wir brauchen es nicht weiter auszuführcn,daß die vormürzlichc Negierung Österreichs nicht für gut befand denletzteren Weg einzuschlagcn, und daß sic in ihrer Arbeit unterbrochenwurde che sie ans dem erstem an ihr Ziel gelangt war.
Zn dem seit den Zeiten der großen Kaiserin festgchaltcncn Strebendie verschiedenen Bestandthcilc des Reiches, oder mindestens die nicht-ungarischen derselben, untereinander auf gleichen Fuß zu setzen, trat zuAnfang dieses Jahrhunderts ein zweites Bemühen, dem vollends dieHoffnung ans dauernden Sieg abznsprcchen war. Kaiser Franz hatteseine Regierung unter dem Eindrücke der französischen Revolntions-Gräuel begonnen, und um sich und seine Länder vor ähnlichem Unglückzu bewahren, ging seine innere Politik dahin, den Staat ans das sorg-fältigste gegen die Ideen des westlichen Europa abznschlicßcn, eine»Gcistcs-Cordon gegen alle Einschmuggclnng störender Anschauungen, mwstatthafter Pläne und Gelüste zu ziehen, durch eine unerbittliche Ccnsnrjede freiere Regung der einheimischen Geister zu bannen und so, dermächtigen Strömung des Zeitgeistes zum Trotz, die österreichischen Völkerin einem Zustand politischer Harmlosigkeit und Unbcgchrlichkcit, in einemVerhältnis; patriarchalischer Anhänglichkeit und Abhängigkeit zu erhalten.Allein wenn das crstcrc Streben ein solches war, das sich nur in derVoraussetzung durch unabsehbar lange Zeit ruhig dafür wirken zu kön-nen mit Erfolg durchführen ließ, so war das letztere von einer Art,daß cs sich, weil es dem natürlichen Laufe der Dinge widerstritt, vonvornherein und unter allen Umständen nicht halten konnte. Es fandensich zn seiner Vcrthcidignng nicht einmal die eigenen Organe der Negie-rung immer herbei, und noch weniger ließen sich jene, gegen die ihreMaßregeln gerichtet waren, willig finden. Im Gegcnthcil cS läßt sichsagen, daß nichts dem Sturz des vormärzlichcn Regiments wirksamervvrgcarbcitct hat, als gerade das was nach der Meinung seiner Staats-