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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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253
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Verhandlungen in Frankfurt am 2V. und 3». November. 253

nach dieser Erfahrung, der Hartnäckigen, die nicht hören und nicht sehenwollten, noch immer eine erkleckliche Anzahl in der Paulskirche, wie sichwährend der leidenschaftlichen Verhandlungen am 29. und 30. Novemberoffenbarte.

Die National-Versammlung hatte nämlich am 3. November ansAnlaß der Wiener Vorgänge den Beschluß gefaßt das Reichs-Ministeriumanfzufordcrn,die Anerkennung der deutschen Central-Gcwalt in Österreichzur vollen Geltung zu bringen" ; cs waren in derselben Sache von ver-schiedenen Seiten Anträge gestellt worden und man hatte darüber einenAusschuß niedcrgesctzt, der am 29. November durch den Mund seines Be-richterstatters seine Meinung dahin abgab:Die constituirendc Reichs-Versammlung habe das Ministerium von neuem aufzusordern, erstens,jenen Beschluß vom 3. November zum Vollzug zu bringen, und zweitens,durch einen neuerlich nach Österreich zu sendenden Rcichs-Cvmmissar ohneferneren Aufschub die offene und unumwundene Anerkennung der deutschenCentral-Gcwalt zu erwirken." Vergebens machte Beda Weber aufmerksam,daß man so verfahre als seien die W. 2 und 3 schon angenommen,während man sich doch selbst erst noch eine zweite und dritte Lesung Vor-behalten habe; es gelte um der deutschen Einheit willen die österreichischeNegierung nicht zu reizen, sondern ihr cntgegcnzukommcn; man habe,statt unhaltbare Forderungen im Befehlstone zu stellen, mit Österreich zuvereinbaren. Vergebens hielt Wclckcr der Linke» vor, sie bringe durchihre maßlosen Vorschläge und undurchführbaren Ansprüche das Vcrhältnißzwischen Österreich und der deutschen Central-Gcwalt in Verwirrung, umnachher wegen der gestörten Verhältnisse Lärm zu schlagen. Vergebenssagte Graf Friedrich Dcym gerade heraus,zwingen könne die NationallVcrsammlnug Österreich nicht durch Dccretc; wolle sic Gewalt anwcnden,so müsse sie Heere aufstellen und sich die deutsch-österreichischen Provinzenerobern; vermöge sie das nicht, so bleibe nichts übrig als der Wegfreundschaftlichen Übereinkommens" rc. Für die Heißsporne in der Ver-sammlung waren alle diese Vorstellungen verloren. Giskra donnertegegen die Vertreter der Executive, indem er alte und neue Vorgänge zu-sammenfaßtc und den Reichs-Ministern zur Last legte: daß Österreichvon Anfang her die Gesetze der Central-Gewalt nicht amtlich veröffent-licht, daß cs dem Träger der deutschen Einheit bei der Feier am 6. Augustnicht gehuldigt, daß cs die Beschlüsse des Parlaments über die Gcldaus-fuhr nicht beachtet, daß cs die Vermittlung der Central-Gcwalt als