Politische Theoreme imd die Macht der Thatsachen.
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nicht zum Beitritt zu dem in den Ztz. 2 und 3 ausgesprochenen Grnnd-satzc der bis auf die Personal-Union zu führenden Theilung Österreichsbestimmen" Einzelne, die zur Zeit nicht an Ort und Stelle waren,traten dem Proteste nachträglich bei (wie M. Gründünger von Amstettcn)oder sie gaben die Erklärung ab, daß sie es „der von ihnen vertretenenBevölkerung schuldig zu sein glauben, sich von der ferneren Abstimmungüber Verfassungsnormcn, welche die Spaltung Österreichs voraussctzen,zu enthalten" (Stein für Görz in der Sitzung vom 30. Octobcr). Auchmehrere Mandats-Nicderlcgungen, welche in diese Zeit fielen, wie dievon Leopold Kreibig für Auspitz, von I)r. Friedrich Moriz Burger fürTriest, schienen hauptsächlich durch die Ergebnisse der letzten FrankfurterAbstimmung herbeigcführt worden zu sein. Nur der geringere Thcil derösterreichischen Abgeordneten (darunter aufsallendcrweisc Wiesner, derdoch in den Tagen zuvor gegen die Personal-Union gesprochen hatte)schloß sich einer Erklärung an, worin sie den „deutschen Österreichern"einen „Brudergruß von den deutsch gesinnten Männern ihrer Wahl zuFrankfurt" sandten und in einer schwülstigen Sprache mit weit hergeholten,zum Thcil sogar trügerischen Ausflüchten die Annahme ß§. 2 und 3zu rechtfertigen versuchten.
Es war darauf zu rechnen, daß die Frankfurter Kundgebung vom27. October in den Reihen der „deutschen Vereine" und der radicalenPresse der deutsch-österreichischen Länder manchen Anklang finden werde.„Die Rcichsversammlnng in Frankfurt hat ihre Schuldigkeit gethan",hieß es von dieser Seite; „wenn Österreich gleichfalls seine Schuldigkeitthut, so sind wir über alle Schwierigkeiten hinaus. Daß cs aber dieSchuldigkeit Österreichs sei, dem souveraincn Ausspruche der National-Versammlnng sich zu fügen, wer will das bezweifeln? Deutsch-Österreichist ein unzertrennlicher Theil des deutschen Staatskörpers und hat alssolcher sein Gesetz aus der Paulskirchc zu empfangen, so gut wie derunbedeutendste der Duodezstaaten. Die Rücksicht auf die andern öster-reichischen Nationalitäten kann dabei nicht in's Gewicht fallen. ImGegentheile, wenn man das, was an sich so verschiedenartig, unter sichabsondert, so zerreißt man nicht, man ordnet vielmehr, man löst dieFesseln des unnatürlichen Ganges und veranlaßt dadurch freie Ent-wicklung, Wachsthum, Kräftigung der einzelnen Theile und mittelbarauch des Ganzen. Und was ist cs mit der Vaterlandsliebe? Sollenwir österreichischen Deutschen sic etwa ans Ungarn ausdchnen, dessen