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II 4. Völkcrkrieg in Ungarn und Siebenbürgen-
zirkcn gleich null; Hmbowsky wurde vom Karloviccr Ausschüsse als Feindder serbischen Nation und des Kaisers erklärt. Da kam der Angriff ansKarlovic am Psingst-Montag, der dem serbischen Aufstande in seinemHauptpunkte den Untergang bereiten sollte, der aber, mißlungen, nur einum so rascheres Umsichgreifen desselben zur Folge hatte. „Der Tag wirktewie Zauber ans das Volk." In kurzer Frist waren bei 10000 MannGranzer und Provincialisten beisammen, die sich aus den ärarischen Ma-gazinen mit Waffen und Schießbedarf versahen. Alle militärische Zuchtwar gelöst, nur das nationale Interesse hatte Geltung. Daö Pctcrwar-dcincr Regiments-Commando consignirtc sein Reserve-Bataillon nach Mi-trovic, allein der National-Ausschnß rief es zum Schutze von Karlovicherbei und cs marschirte in die Vorposten-Linie gegen Pctcrwardcin ab.Das zweite Bataillon, nach Italien bestimmt, wurde auf seine Bitte vomBanns in Agram zurückgehaltcn und bald darnach auf Dampfern nachMitrovic in seinen Regiments-Bezirk zurückgeschickt (10. Juli), wo csnicht ruhte bis cs an die Seite seiner Stammesbrüder gestellt wurde.Die Cajkiftcu erhoben sich in Titel und unterwarfen sich dem KarloviccrAusschüsse, von welchem Georg Stratimirovic mit dem einstweiligen Ober-befehle über die gesummten „Natioual-Truppcn" betraut wurde. DieRömerschanze wurde in Verthcidigungsstand gesetzt, bei Jllok und Kame-nic, bei Ccrcvie, später bei Szent-Tamäs, Pcrlaß u. a. Lager errichtet;bewaffnete Zuzüge aus dem Fü-rstenthum strömten über die Gränzc. InPest versuchte man alle Mittel der Gewalt, der Klugheit und List, dieBewegung zu ersticken oder in andere Bahnen zu lenken. Rajacic wurdezur Verantwortung vorgeladcn, der Bischof von Ofen Platon Athanac-kovie mit der einstweiligen Leitung des Karloviccr Erzbisthums betraut(2. August), Ccrnovie durch Szcnt-Kirälyi (24. Juli) und bald darauf(4. August) durch Bcöthy ersetzt, die Entwaffnung von Zombor, die Vor-nahme zahlreicher Verhaftungen cingclcitct. Daneben liefen VersucheZwiespalt unter de» Aufständischen zu säen, wozu die Verschiedenheit ihresGlaubensbekenntnisses eine Handhabe zu bieten schien'^). Die Anhängerder Pestcr Regierung stellten den Serben des lateinischen Ritus den Auf-stand so dar, als sei derselbe bloß gegen die Interessen der katholischenReligion gerichtet; der BanuS selbst, sagten sic, habe sich mit dem Me-tropoliten verstanden, sei zum griechischen Ritus übcrgctrctcn und wolle diekatholischen Kroaten vom Glauben ihrer Väter abwendig machen. In derThat blieben diese Aufreizungen nicht ganz ohne Folgen. Katholische