Ansprüche und Rüstungen der Serben.
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Militär-Gränzbczirke umfassen sollte. Von Innsbruck kam ablehnenderBescheid: „Der National-Congrcß sei nicht gesetzlich berufen worden undhabe daher keine Beschlüsse fassen können, die in Erwägung zu ziehenwären"; und nun drang der serbische Hauptausschuß in den Metropo-liten, sich mit unumschränkter Gewalt an die Spitze der Bewegung zustellen, sic zu organisiren und zu leiten. Rajacic schied den Ausschuß insiebe» Sectioncu (für Diplomatie, Polizei, Finanzen, Verwaltung, Ge-sundheitswesen, Kirchliches, Aufklärung) und nahm als „einstweiliger na-tionaler Verweser" (npravitolj) die militärischen und diplomatischen An-gelegenheiten unmittelbar in seine Hand. Nebstbei wurde ein besondererAusschuß für nationale Rechtspflege und ein anderer für finanzicll-volks-wirthschaftlichc Interessen gebildet*^). Unter der Ccntral-Lcitung standendie zur Organisirnng des Aufstandes, zur Hcrbcischnffung des Kriegsbe-darfs und der Verpflegung eingesetzten Kreis- und die Orts-Ausschüsse(nckdori); ihre Mitglieder wurden von den Gemeinden gewählt undwaren Popen, Handelsleute, Schullehrer, Handels- und Forstmänner,häufig auch, namentlich in der Militär-Grän,zc, ansronlirtc Chargen, eineMcnschcn-Classc die bei den Stabs-Behörden seit jeher in dem Gerücheunruhiger Stänkere! und Planmacherci stand. Gegen das FürstcnthumSerbien wurde die Gränzsperrc aufgehoben, mit dem Banns von Kroa-tien eine Verbindung. Angegangen. Um dem Aufstande materielle Mittelznznführcn, wurden die in der National-Cassc vorhandenen Gelder nachBelgrad in Sicherheit gebracht; ein.gewisser Stanimirovic, Bürger vonPaneova, belegte die Drcißigstamt-Cassa von Alt-Palanka mit Beschlag;ein Beispiel das auch in den andern Gränzortcn nachgeahmt wurde;außerdem flössen der National-Regierung von Körperschaften und Priva-ten Geldbeiträge und Naturalien ziemlich reichlich zu.
In Pest hatte man von allem Anfang die serbische Bewegung alsdie gefährlichste von allen erkannt, und darum die Einberufung eines illy-rischen NationalcongrcsscS beschlossen, der am 27. Mai beginnen und vomTemcschcr Obcrgcspan Peter Cernovic als Rcgicrungs-Commissär geleitetwerden sollte. Doch die Ereignisse waren der Ausführung dieses Vorha-bens vorangccilt, und so mußten andere Mittel ergriffen werden. F.-M.-L.HrabowSkh, Commandircndcr von Slavonien und Shrmien, empfing ge-messene Instructionen; Sabbas Vükovie für das Banat, Ladislaus Csanhfür Kroatien wurden als konigl. Commissärc mit ausgedehnten Vollmach-ten versehen. Doch die Autorität der letzteren war in den aufgeregten Be-