Wachsende Erbitterung und Aufreizung.
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der letzteren, „darf sich getrauen auf öffentlichem Platze oder in öffentli-cher Versammlung die Kroaten unsere Brüder zu nennen, den Banns alsunfern Schützer zu preisen? Keiner, der nicht Amt und Leben auf's Spielsetzen will!""") Dem südslavischcn Schriftsteller Mathias Ban, der innationalem Geiste unter seinen Landsleuten wirkte, stellte die andere Parteiderart nach, daß ihm der Prätor bedeuten ließ, er könne ihm „bei ver-gegenwärtigen Ohnmacht der Behörden" nicht für seine persönliche Si-cherheit bürgen wenn er länger in der Stadt verweile; er mußte Ver-stecke suchen, sich mit Waffen zu seinem Schutze versehen, bis cs ihmgelang in die Berge zu fliehen, wo ihm gleichgesinnte Landgcistliche Un-terstand gaben. Wenig besser erging cs andern slavischcn Patrioten, dieunter nichtigen Vorwänden ans ihrem Aufenthaltsorte verwiesen oder wohlgar gewaltsam fortgeschafft, hochvcrrätherischer Anschläge bezichtigt undvor Gericht gezogen wurden. Sicher tonnten derartige Maßnahmen dieZuneigung der slavischcn Dalmatcn zu ihren italienische» Mitbürgern nichterhöhen. Im Gegcnthcile, sie erblickten ihr einziges Heil in dem Anschlußan Kroatien, sie suchten ihre Landsleute für diese Idee empfänglich zumachen, sorgten für Verbreitung kroatischer Aufrufe, warben Freiwilligeum den Kroaten gegen die Magyaren Hilfe zu bringen u. dgl. m.
So boten denn die Erscheinungen, die sich in allen Ländern gemisch-ter Nationalität hcrvordrängten, nur betrübendes. Ihre Bewohner sahensich an einen und denselben Boden gewiesen, sie konnten nur bei friedli-chem Mitcinanderlebcn gedeihen; und sie befehdeten sich auf's bitterste,als wäre cs ihnen darum zu thnn sich ihr eigenes Dasein unerträglich zumachen. Sie waren darauf angewiesen, die kaum erlangte Freiheit zu all-seitigem Nutz und Frommen zu hüten und zu wahren; und sic machtenfast nur davon Gebrauch, um sich den Genuß derselben gegenseitig zuverleiden."') „Die Geschichte scheint mir fast zu bürgen, daß die Men-schen keine Vernunft haben", sagt der ehrenhafte Seume in seinen „Apo-kryphen." Es ist derselbe Gedanke, dem Schiller mit seinem „Ewigblin-den" nur noch kräftigeren Ausdruck leiht. Die Einzelnen mögen gntmü-thig, besonnen, verständigen Mahnungen und Vorstellungen zugänglichsein: wo die Leute in Masse auftrctcn, sind sic das Gcgenthcil von alledem. Die große Menge kennt in dem was sic liebt und was sic haßt,was sie hofft und was sie fürchtet, waö sic anstrcbt und was sic von sichstößt, kein Maß und keine Gränzen; sic reißt, die sich ihre Führer dünken,mit sich fort, und selbst das vielköpfige Ganze das man Negierung nennt