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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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II. 3. ük-IIum omnuiin eoiUi'Ä omnes.

geizige, die nichts im Sinne hatten, alsüber den Rainen der thener-sten Interessen des Landes sich selbst zn erheben". Zn diesen Verdäch-tigungen gesellten sich Hohn and Spott jeder Art. Während die Polenden Ruthenen die Verwahrlosung ihrer Sprache und Literatur vorwarfen,an der doch niemand Schuld war als das von jenen seit Jahrhundertenhergebrachte Regierungs-System, thaten sie andererseits alles mögliche,die Einführung des rnthenischen Unterrichtes, der allein diesen Übelständenabhelfen konnte, zn hintcrtreiben. Es kamen Fälle vor, daß Söhnepolnischer oder polonisirtcr Altern ihre Rüden in die rnthenischen Hörsäletrieben,weil nur Hunde diese Sprache zu lernen würdig seien". KeinWunder, wenn die Ruthenen solchen Liebesgaben von polnischer Seiteden Gegendienst nicht schuldig blieben, vielmehr die Vorwürfe mit reichenZinsen heimzahltcn, die ihnen von ihren unversöhnlichen Anfeindern ge-macht wurden; wenn sic auf die Verdächtigung, die Ruthenen hegtengeheime Losreißnngsgclüste, sich höhnend verwunderten:wie sehr dochden Polen die Integrität Österreichs am Herzen liege"; wenn sie den Polenvorrückten, ihre ganze Wnth rühre nur daher, weil sie einsühen daß esihnen ferner nicht mehr möglich sein werde die Ruthenenals einebewußtlose Herde auf die Schlachtbank zu führen, sic als ein Jnventar-stück in ihrer Gewalt zu behalten um bei dem Baue eines künftigenPolenreichcs eine hinreichende Anzahl von Handlangern und Bausteinenzu haben"; wenn sie ihnen den Scheidegruß znriefcn, sie wollten nichtsmit den Polen gemein habenals den Boden, der fruchtbar genug seiihnen beiden hinreichende Nahrung zu gewähren"; wenn sic endlich ihreHoffnungen geradezu ans den Untergang ihres Erbfeindes bauten1?ini8 Uolcwia.6 initinm Rntlianias!" und ihnen, eingekeilt zwischendenÖsterreichern" von der einen Seite und den Ruthenen von derandern, unabwendbares Verderben voraussagten'")!

Kaum minder gereizt als das Vcrhältniß der Polen und Ruthenenin Galizien gestaltete sich das der Wälschcn und Südslavcn in den ad-riatischen Kttstcngcgcndcn, insbesondere in Dalmatien, wo das städtischeElement im Bunde mit dem fast durchaus italicnisirten Bcamtcnthum inalle Wege bemüht war, das erwachende Stammcsgcfühl der illyrischenBevölkerung darnicderznhalte». Schimpf und Unglimpf, Bedrohung undVerfolgung jeder Art warteten des slavischcn Patrioten, der für seineNation das thun wollte, was die Italiener in viel sträflicherem Sinnefür die ihrige anstrcbten.Wer von uns Slavcn", so ertönte die Klage