Polt» und Ruthenni.
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Ideen. Die deutsche Studentenschaft in Olmüz, die einen „philosophisch-juridisch-Politisch-chirnrgischcn Lescverein" nach Art des Wiener juridisch-politischen gründete, erschien bei den wüsten Zechgelagen, die sie alsBlüthc ächten BnrschcnlcbenS cinführte, mit Jacobincr-Mützcn ans ihrengelockten Häuptern. Auch in den beiden Hauptstädten Schlesiens war csnicht sowohl die inoffcnsivc Mehrzahl ihrer Einwohner als vielmehr einkleines Häuflein überspannter Köpfe, das sich durch die Heftigkeit, mitder cs die deutsche Sache betrieb und die slavischc anfcindctc, bemerkbarmachte. Sic sahen nichts als böhmische Umtriebe; sic witterten überall„cechischcn Bcrrath", geheime Verbindungen mit Rußland; bei jedemAnlässe ertönten ihre Kassandra-Rnfe: „man wolle Mähren und Schlesienden Cechcn überliefern, alles müsse dann böhmisch werden und reden;Österreich habe nur die Wahl zwischen dein germanischen und demslavischcn Princip, und könne da eine Frage sein, ans welche Seite cssich schlagen solle? Jenes sei eins mit der Freiheit, dieses diene nurZwecken der Willkür!"
Schön und leuchtend war die März-Sonne über den Völkern Öster-reichs anfgcgangcn; doch sic erwärmte sic nicht zu wohlwollenden Empfin-dnngcn gegen einander, sic erhitzte sic nur zu grimmem Brndcrhaß-Wohin man auch blickte, wo vcrschicdcnsprachig die Söhne cincö Landeswohnten, überall herrschte Zwiespalt, wo nicht Todfeindschaft zwischenihnen. Letzteres war namentlich in Galizien der Fall. Erbitterter alsje gestaltete sich das Verhältnis; zwischen den beiden stammverwandtenVölkerschaften des Landes. Von polnischer Seite wurde nichts gespart,um das nationale Anfstrcbcn der Nnthcncn im gehässigsten Lichteerscheinen zu lassen. Bald war cs eine geheime Hinneigung zu Ruß-land, die Letztere hinter ihrer gchcnchcltcn Anhänglichkeit an die österreichischeNegierung verbargen. Bald waren cS commnnistischc Tendenzen, woraufihre ganze Bewegung hinanslicf; dem Landvolkc wurde die Vcrtheilnngdes grundhcrrlichcn EigcnthnmS unter alle Dorfinsasscn in Aussichtgestellt, um sic zu ausschließlichen Herren von Grund und Boden zumachen. Dann wieder trug die gricch.-kath. Geistlichkeit die ganzeSchuld, der noch immer die Vereinigung mit Nom als ein Abfall vonihrer Mntterkirchc, der orientalischen, gelte und der darum die Ver-breitung der rnthcnischcn „Mnndnrt" sowie die Pflege der nationalenKirchcnsprachc nur als ein Mittel diene, das Volk unbemerkt auf denWeg nach Konstantinopcl zu führen. Oder es waren ein paar Ehr-