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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
Entstehung
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148
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1^-8 H-1. Das Ioschhinische Gcrmlinisirimgü-Syslcm u. desftn Jncouscqumzcn.

Theilc dcr nicht-ungarischen Rcichshülfte, wie auf Galizien, das ex-vcnc-tianischc Istrien, nicht recht passen wollte, so waren cS dort dieHer-zogthümcr Auschwitz und Sator", hier die Stadt Triest, deren ehemaligeBeziehungen zum deutschen gleiche auch für das ganze Hinterland demsic angchörtcn als Rechts-Titel dienen mußten. Das andere Moment,das der administrativen Nothwcndigleit, ließ sich dagegen gleichmäßig aufalle Provinzen ausdchnen, da es als ausgemacht galt, daß ein größererStaat nur dann regiert werden könne, wenn es in ihm eine gemeinsameAmts-, Geschäfts- und Gerichtssprache gebe, der auch das öffentlicheSchulwesen dienstbar sein müsse; diese gemeinsame Sprache könne abernur die deutsche sein, mit deren Bildnngshöhc Literatur und Ausbreitungsich keine dcr andern im Reiche bestehenden zu messen vermöge. Mit derZeit ging man in letzterer Richtung immer weiter; man griff wenn nichtder That nach, mindestens in Ideen und Plänen selbst nach Ungarnhinüber, ja über Ungarn hinaus. Bald war die Donau eindeutscherStrom", obgleich dcr größte und mächtigste Theil ihres Laufes durchnicht-deutsche Gebiete ging, bald träumte man von einemdeutschenStädtekranz am schwarzen Meere" ; denn die deutsche Sprache sei esallein, die Bildung und Sitte in den uncultivirtcn Osten tragen undsich das halb barbarische Slaventhnm und Hellcnthnm unterwerfen müsse.Alan besann sich allerdings zuweilen, daß die Deutschen in Österreichnicht den überwiegenden Theil der Bevölkerung dieses Großstaatcs aus-machtcn; allein man zählte auf die moralische Fähigkeit und Kraft desdeutschen Elements, dein cs unter dem Schutze und mit den Mitteln derRegierung gelingen werde, die andern Nationalitäten mit der Zeit insich aufgchen zu machen, lind warum sollte, sprach man, wenn die Staats-verwaltung nur die rechten Maßregeln ergreift und mit unverrückterAusdauer ihrem Ziele nachgcht, Österreich mit seinen Ecchoslavcn, Gali-ziancrn, Slovcncn nicht dasselbe gelingen, was der preußischen Politikin so bewnndernSwerther Weise mit ihren polnischen Unterthanen gelungen?

Bei diesen Überschlägen und Boraussichtcn war wohl manchesübersehen. Was zunächst den Hinweis ans Preußen betraf, so sollte anf-fallcn, erstens: daß dort die slavische Bevölkerung des GroßherzogthnmsPosen gegen die deutsche des GcsammtstaateS nur einen verhältnißmüßigkleinen Bruchthcil auömachtc, während in Österreich das Dcntschthnmgegen die anderssprachige» Stämme in entschiedener Minderzahl stand;und zweitens: daß in Preußen, trotz dcr in dieser Hinsicht ungleich