Republik und Demokratie eine Machtfragc.
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viele Bauern den Namen ihres Großherzogs auf die Zetteln geschrieben.Die Städter, höflich, von verweichlichten Sitten, jedem der Ausdauerund Beharrlichkeit zeigt eine leichte Beute, hatten fast ohne Kampf daslivorncser Regiment über sich ergehet, lassen und nur in den Kammernhatte sich einiger Widerstand gezeigt; letztere waren darum aufgelöst, neueWahlen ausgeschrieben worden und Gucrazzi ließ cs an Rundschreibenund Vorkehrungen nicht fehlen, um dem allgemeinen Volkswillcn einedem bestehenden Ministerium günstige Wendung abznnöthigcn. Als esungeachtet all dieser Maßregeln nicht in erwünschter Weise von stattenging, wurden die Wahl-Collcgicn von Pisa und Florenz von stürmischenRotten überfallen, die Wahlurnen zertrümmert, und die Machthaber er-rangen was sie verlangten, eine Kammer-Mehrheit, wenn auch eine nichtsehr bedeutende. Im rcpnblicanischen Frankreich fanden bei den Wahlenfür die National-Vcrsammlnng zwar keine Gcwaltthätigkciten statt wiedie genannten im Toscanischen; im übrigen jedoch wurden von Seiteder Regierungs-Organe ganz dieselben Kunstgriffe und Umtriebe ange-wcndct, wie sie zu Zeiten Louis Philippc's üblich waren, und dieselbenLeute, die 1846 gegen den Minister Dnchatel um solcher Dinge willeneinen Schrei sittlicher Entrüstung ansgcstoßen hatten, fanden jetzt allesschön und gut, weil cs um ihrer eigenen politischen Geltung willen ge-schah. Es war alles Trug und Heuchelei! Jules Favre wollte den ehr-lichen spielen und deckte in öffentlicher Sitzung (2ö. November) dieunerlaubten Wahl-Manocuvrcs auf; aber als er mit erkünstelter Würdeansrief: „Achten wir unö selbst und verderben wir nicht die öffentlicheSitte!" wurde ihm aus dem Schoße der Versammlung entgegnet: „ DachtenSic im Monat April ebenso wie heute?" Als die Frage der Präsidentcn-Wahl hcrannahtc, ließen die Machthaber Frankreichs, um sich bei derGewalt zu erhalten, selbst solche Künste nicht unversucht, die mit ihrerrcpnblicanischen Überzeugung in geradem Widerspruch standen. Alle Weltwar überzeugt, daß Cavaignac nur darum die Expedition nach Civita-vccchia hatte anSrüstcn und den Papst nach Frankreich cinladcn lassen,um sich dadurch eine Million Stimmen zu sichern die er sonst zu ver-lieren fürchtete. Ans allen Schritten der NcgicrnngSkrcisc, der National-Bcrsamnilung, der extremen Parteien gab sich das Bestreben kund, durchkünstliche Veranstaltungen den wahren Willen des Landes nicht znmDurchbruch kommen -n lassen. Der Berg scheute nichts mehr als eineBerufung an das Land und lieferte dadurch, wie Lord Normanby bc-