Unzufriedenheit mit der Republik in Frankreich.
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rcgicrnng müsse in diesem Punkte doch jedenfalls mehr thun als schon dasgefallene Königthum gethan hatte/'") Wie in Frankreich mit der Republik,so stand cs in Deutschland mit der Demokratie. Die ganze Physiogno-mie war über Sommer eine andere geworden. Nicht als ob cs an An-lässen zu neuen Aufreizungen gemangelt und die Partei des Umsturzessich schon für vollständig besiegt gehalten hätte; die später» Ereignisse inDresden, in der Pfalz und im Badcnschen bewiesen das Gcgenthcil. Aberdie Sympathien, die den Wortführern der allgemeinen Freiheit frühercntgegenkamcn, waren verschwunden; radieale Gesinnung galt nicht mehrals Empfehlung, sondern als das Gcgenthcil davon; der Name Demo-krat diente nur zum Spiclball für allerhand gute und schlechte Witze"?).Auf dem Berliner Octobcr-Congrcsse zeigte sich recht deutlich, wie wenigdie socialistischcn Ideen in der Masse der deutschen Bevölkerung verfingen.Die Berichte, welche die verschiedenen „Bürger" über ihre gesammeltenWahrnehmungen abgabcn, lauteten ungemein nicdcrschlagcnd. Einer derHanpt-Faiscnrs, ein gewisser Kriege (schon in früheren Jahren wegencommnnistischcr Umtriebe zur Festnngsstrafc vcrnrtheilt, dann nach Ame-rica ansgewandcrt, im I. 1848 wieder hcimgekehrt) gestand unumwunden,daß er sich durch Norddcntschland „wie ein bettelnder Handwcrksbursch"habe durchschlagen müssen; und alle waren darüber einig, „das Proleta-riat sei nicht im Stande, den Gedanken der Demokratie, den Ernst re-publikanischer Einrichtungen zu begreifen.""")
Auch in Frankreich und in Italien täuschten sich die Parteiführerdurchaus nicht über das Mißbehagen, das ihren Bestrebungen allerortscntgcgcntrat. Prondhon klagte offen daß die Mehrzahl der Arbeiterwenig Hinneigung zum Socialismns zeige, und Lamartine legte AnfangsOktober das Gcständniß ab: „Die ersten Tage, die ersten Monate derBegeisterung, dcr Hoffnung, des Beifalls, der allgemeinen Zustimmunghaben sich in einem großen Thcilc Frankreichs verwandelt in Zweifel,Mißtrauen, Unglauben und Abfall von der Republik". „Ach!" seufzteein neapolitanischer Demokrat, „könnten wir nur Herr werden über dieTruppen und das gemeine Volk und alle die Krämer, dann würden wirdie Tyrannen fortjagc», die Lehre dcr Volks - Sonvcrainetät verbreitenund eine wahrhaft demokratische Republik anfrichtcn; aber das Unglückist, daß wir das ganze Volk gegen uns haben!" Welche Selbst-Ironie,das Volk bewältigen zu wollen, um die Theorie der Allmacht des Volkeszur Wahrheit zu machen! Eine Demokratie schaffen zu wollen, gegen