Wahl-Manifest <loui« Napolcon's.
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fallen ließen und sich für Louis Bonnpartc anösprnchcn. Als er endlicham 27. November sein Wahl-Manifest hcrausgab, ließ sich ans derZurückhaltung der „Dcbats", ans dem heftigen Tadel der „Rcforme",ans dem Geifer des „National" ermessen, welch ungeheure Wirkung dieWidersacher des „Prätendenten" von seinem Auftreten fürchteten. Je hart-näckiger sie noch fortwährend an der Meinung seiner gänzlichen Unfähig-keit fcsthicltcn desto entschiedener brach sich im Publicum die entgegen-gesetzte Ansicht Bahn. Mancher, der von ihm früher in der geringschätzigstenWeise gesprochen, belehrte jetzt seine Mitbürger, der Prinz sei denn „dochnicht so dumm als man glaubt"; er scheine nur den Zeitpunkt abznwar-tcn, um mit seinen Ansichten hcrvorzntrctcn. Die „Presse" aber sagteans Anlaß des Manifestes geradezu: „Früher hielten wir den Prinzenfür nothwcndig, jetzt halten wir ihn auch für fähig".
Je näher die Zeit der Entscheidung heranrücktc, desto größer wurdedie Wahrscheinlichkeit für den schlicßliehcn Erfolg des Prinzen. HatteCavaignac die Spitzen der Gesellschaft, den größten Thcil der Beamten,der Prälaten, der Generäle für sich, so hatte Louis Bonapartc den Bauerim weiten Lande, die Mannschaft im Heere, die untere Geistlichkeit, alsogerade jene vielglicdcrigcn'Elemente ans seiner Seite, die bei der Anwen-dung des allgemeinen Stimmrechtes den Ausschlag geben mußten. Zuletztmußte man sich selbst in Negicrungskrciscn mit dem Gedanken vertrantmachen daß Louis Bonapartc von allen Candidatcn die meisten Stimmenhaben dürfte, und man tröstete sich nur damit, cs werde ihm doch die abso-lute Mehrheit nicht znfallcn, in welchem Falle daher die Entscheidungan die Nntional-Bcrsamnilung käme. Die Bevölkerung der Hauptstadtselbst aber sagte: „Paris hat den Provinzen die Republik nnfcrlcgt, und dieProvinzen werden znm Dank dafür der guten Stadt Paris den PrinzenLouis Bonaparte anfcrlcgcn."
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Revolutionen im Leben der Böller sind oft genug mit Krankheitenim Leben des Menschen verglichen worden. Beide haben jedenfalls denUrsprung: eine fehlerhafte Anlage oder eine arge Vernachlässigung im
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