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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Der päpstliche Hof in Gaeta.

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spanischer Dampfer in Bereitschaft stehen, nm den Papst nach den Balearenzn schaffen; denn so gesichert die Zustände im Neapolitanischen seinmochten, lag es doch nicht in der ursprünglichen Absicht des Papstes, sonahe den Gränzen seines rcvolntionirten Landes seine Zufluchtstüttc zuwählen. Doch von dem erwarteten Schiffe war nichts zn entdecken, undnun erst eilte Graf Spanr nach Neapel, nm den König von dem Vor-gcfallencn in Kenntniß zn setzen. In einem Gasthofc mindern Ranges,il Giardinctto geheißen, weilte inzwischen der schwer geprüfte Flüchtling,nicht ohne mannigfaltigen Verdacht beim Fcstnngs-Cvmmandanten, einemehrlichen Schweizer, zu erregen, als man um Mittagszeit am 26. Fahr-zeuge unter königlicher Flagge, mit zahlreichen Truppen am Bord, vonNeapel hcrankommcn sah. Es war Ferdinand II. selbst, der alsbaldmit seiner ganzen Familie an's Land stieg, nm den heiligen Vater ausder bescheidenen Locanda in die königliche Wohnung zu geleiten und ihmdaselbst ein Asyl für so lange anzubicten, als cs die Umstände verlangenwürden "). Noch am 25. hatten sich Harconrt und der portugiesischeGesandte in Gaeta eingefundcn, am 26. trafen mehrere Cardinälc ein,die znm Theil schon früher aus Rom nach Neapel geflüchtet waren; an-dere sowie der zurückgebliebene Theil des diplomatischen Corps kamen,sobald sic den Aufenthalt des Papstes erfuhren, in den folgenden Tagennach. Bei seiner Entfernung ans Rom hatte Pins IX. ein Schreibenan den Marchese Sacchctti hintcrlasscn, den er auffordcrtc, das Mini-sterium von seiner erfolgten Abreise in Kenntniß zu setzen, dem Schutzedesselben die Paläste sowie die Personen seines Hofstaates, die keinenTheil an seinem Entschlüße hätten, anzncmpfchlen und vor allem dieAnfrcchthaltung der Ruhe und Ordnung der Stadt an's Herz zn legen.Am 27. erließ der Papst aus Gaeta ein Manifest, worin ergegen dieunerhörte frevelhafte Gewaltthat", deren Opfer er geworden, feierlicheEinsprache erhob,alle daraus hervorgcgangcneu Acte für kraftlos undungiltig" erklärte und eine Regierungs-Commission mit dem CardinalCastruceio Castracane an der Spitze^)mit der weltlichen Leitung deröffentlichen Angelegenheiten" betraute.

Die unerwartete Entfernung des Papstes aus Rom rief wohl imersten Augenblicke in allen Kreisen eine Bestürzung hervor, von der selbstdie tonangebenden Gewalten nicht unberührt blieben. Das Ministeriummachte kleinlaut und befangen noch am Nachmittag des 25. das Erei^iißder Bevölkerung kund, indem cs dasselbe als eineWirkung verderblicher