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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Pius IX. ein Gescmgcuer in seinem Palastc.

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crtheilten Gewährungen abgcstattct, der gute Wille und die Ergebenheitder Kammer ausgesprochen würde. Allein Bürger Buonapartc wider-sprach diesem Vorhaben:Das italienische Volk ist unser alleinigerSouverain, der es verstehen wird, Kammern, Minister und Throne zustürzen, wenn sic dem großmüthigen Aufschwung der ersten Nation derWelt Hindernisse bereiten wollten." Pius war ein Gefangener in seinemeigenen Palast. Die ihm treu ergebene Schweizergarde hatte er schonam 17. entlassen müssen; ihre einzelnen Glieder mußten sich verbergenoder aus Rom entfernen, um nicht der Volkswuth zum Opfer zu fallen.Den Ehrendienst im Ouirinal, eigentlich die Überwachung des Papstesund seiner nächsten Umgebung, übernahm die Civica. Pius legte inGegenwart der fremden Gesandten wider diesen neuen Gewaltact Ver-wahrung ein und erließ an die Regierungsbehörden das Verbot, sichferner in ihren Erlässen der üblichen Eingangsformcl:Lontito il volvraäi 8rm Lnutitä" zu bedienen. Schon liefen dunkle Gerüchte durch dieStadt, der Papst wolle sich aller scheinbaren Theilnahme an den Schrittendes ihm aufgedrungcncn Ministeriums durch seine Entfernung aus Romentziehen; ein auf der Rhede von Civitavccchia vor Anker liegendes Schiffunter spanischer Flagge war Gegenstand mißtrauischer Beobachtung. Dochim Ouirinal selbst, in der Haltung des Papstes war nichts wahrzu-uehmcn, das den Verdacht bestätigte. Der Dienst im Palastc ging inder gewöhnlichen Weise vor sich; die Minister, die Vertreter der aus-wärtigen Mächte kamen und gingen wie sonst.

Am 21. November erhielt Pius IX. eine Sendung des BischofsChatrousse von Valence. Sie enthielt ein Schreiben desselben und einein ein kleines seidenes Säckchen gehüllte Pyxis zur Aufbewahrung derheiligen Eucharistie, eine Hinterlassenschaft Pius VI., der dieselbe in derZeit seines kummervollen Exils auf seiner Brust getragen und ihr inValence vor seinem Hinüvcrgange die letzte Wegzehrung entnommen hatte.Erbe des Namens, des Sitzes, der Tugenden, des Mnthes und so zusagen der Prüfungen des großen Sechsten Pius", so schrieb Chatrousse,werden Euere Heiligkeit dieser Reliquie vielleicht einigen Werth bei-legen" Diese Botschaft erschien Pius IX. wie ein Fingerzeig desHimmels, und von diesem Augenblicke soll er den Gedanken gefaßt habenans Rom zu fliehen.