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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Die Freischaar Gradoni's.

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nach Ander» sechs von ihnen traf das Los, das Vorhaben aus-znführcn.

Nossi blieb nicht ungewarnt. Es kamen ihm anonyme Briefe znmit dem AufgabsorteRom" und auch von auswärts; alle stimmtendarin überein, daß der 15. November eine gewaltsame Entscheidungbringen werde. Auch an genaueren Vorhersagnngcn soll cs nicht gefehlthaben ^"). Rosst blickte seinen Gegnern kühn in's Auge. In der Regie-rungszeitungGazetta romana" warf er den Sanfedistcn vor, daß sicdie Pläne der Umsturzpartei insgeheim förderten, um ihren eigenen Siegvorzubcrcitcn, während er den Radicalcn gegenüber mit einer heraus-fordernden Ironie aus Verabredungen hinwics, diein einer benach-barten Stadt"intsr getroffen worden seien. Ohne Zweifel

war damit der Trinksprnch Canino's gemeint; doch Rossi's Feinde deu-teten es auf die Costitnente (die gleichfalls Gegenstand der FlorentinerBesprechungen gewesen war) und erklärten es für den frechsten Hohn,womit man eine ganz Italien heilige Sache zu begeifern wage"'). Beiall seinem Mnth unterließ Rossi nicht, Anstalten zu treffen, um für alteFälle, wie er meinte, gedeckt zn sein. Am 13. November zogen unver-mnthct 400 Carabinicri in Nom ein; das ganze Corps derselben wurdeim geschlossenen Hofe des' Belvedere ausgestellt, wo cs der Ministerbesichtigte und eine Ansprache hielr, die zur Treue und Hingebung fürdie Sache des Papstes auffordcrte. Er ließ sie dann in auffallenderWeise durch die Stadt ziehen, um die AufstandSluftigcn einzuschüchtern.Allein diese wußten daraus nur einen neuen Vortheil zu ziehen, indemsic die Civica aufhetzten, die, schon früher erbittert über die militärischenMaßregeln des Ministeriums, jetzt eine förmliche Verwahrung gegendas Herbcizichcn neuer Truppen cinlcgtc. Für den Tag der Kammer-eröffnnng wurde die Hauptmacht der Carabinicri in ihre Cascrne con-signirt; eine Anzahl von ihnen sollte in bürgerlicher Kleidung ans demPlatze vor dem Sitzungsgebändc unter die Menge vcrtheilt werden, umalles übersehen zu können und, wenn etwas vorsiclc, gleich bei der Handzn sein. Rossi wollte ihnen auch den Dienst im Palaste anvertrautwissen; doch als dicß bekannt wurde, wußten die Andern ein solchesMurren heraufzubeschwören, daß der Herzog von Regnano die ausdrück-liche Versicherung gab, Bewachung und Schutz der Kammer werde alleinder Civica anvcrtrant bleiben. Im Innern des Sitzungssaales ließRossi, um jedem Terrorismus der Galerien vorzubeugen, den Znschauer-

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