Verlegung der National-Bcrsaiiiinlnng »ach Brandenburg.
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deuburg Präsident und dis auf weiteres für die auswärtigen Ange-legenheiten, v. Ladcnbcrg für die geistlichen, Unterrichts- und Mcdicinal-Angclcgcnhcitcn, Otto v. Bkantcnffcl für das Innere und einstweilenauch für die landwirthschaftlichcn Angelegenheiten, Generalmajor v. Strothafür den Krieg; die Justiz Geschäfte führte vorläufig der bisherige Justiz-minister Kisker fort; mit der „Wahrnehmung" des Finanzministeriumswurde der Gcncral-Stencrdirector Kühne, mit jener des Ministeriumsfür Handel, Gewerbe und öffentliche Arbeiten der Wirkliche GeheimeObcr-Finanzrath v. Pommer-Esche beauftragt. Auf die Constitnirung desneuen Ministeriums folgte unmittelbar die Verlegung des Sitzes derNationalversammlung in die Stadt Brandenburg. „Solche bcklagcns-wcrthc Ereignisse", hieß cs mit Beziehung auf die Vorgänge am 31.Oktober in der königlichen Botschaft, „beweisen nur zu deutlich, daß diezur Vereinbarung der Verfassung berufene Versammlung die eigene Frei-heit entbehrt und daß die Mitglieder dieser Versammlung bei den nichtselten wiedcrkehrendcn Bewegungen in der Haupt- und ResidenzstadtBerlin nicht jenen Schutz finden, der erforderlich ist, um ihre Bcrathun-gen vor dem Scheine der Einschüchterung zu bewahren." Am 9. Novem-ber zeigten sich die neu ernannten Minister in der Nationalversammlung,wo die königliche Botschaft verlesen wurde. Gleich darauf erhob sichBrandenburg und begann zu sprechen. „Sic haben nicht das Wort",rief es von der Linken. In den Bänken der Abgeordneten, in den Zn-schanerränmen herrschte eine Aufregung, durch die sich die Glocke desPräsidenten der Versammlung kaum vernehmen ließ. Endlich legte sichetwas der Sturm und der Graf erhielt das Wort. „Die so eben ver-lesene königliche Botschaft", sagte er, „fordert Sic ans, Ihre Bcrathun-gen sofort abzubrechen. Jede Fortsetzung derselben ist somit ungesetzlichund ich muß im Namen der Krone feierlichst dagegen Verwahrung ein-legen." Darauf erhob er sich mit den Mitgliedern seines Eabincts undverließ, gefolgt von einem Thcilc der Rechten, den Saal. „Verhaften!"schrie man von den Galerien den abgehenden Ministern nach, und einesWinkes Unruh's bedurfte es, daß die Bürgerwchr that, was verlangtwurde. Es brauchte eine Weile, che die Aufregung sich mäßigte. DerPräsident erklärte, er könne nicht aus eigener Machtvollkommenheit dieSitzung aufhcben; Jacobh verlangte namentliche Abstimmung, und mit252 gegen 30 Stimmen sprach man sich gegen den Schluß der Be-