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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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I. 1.(jii-im ro^itne iminctiiki!"

gesetzt zir schaffen machte, wahrhaft beneidet. Allein, war voranszusctzcn,daß cs immer so bleiben werde? das; die künstlichen Mittel, durch dieman diesen Zustand aufrcchtzuhaltcn bemüht war, nicht zuletzt ihre Kraftverlieren würden? Mußte nicht im Gcgcnthcilc die politische Wahrschein-lichkeitsrechnung ans die Vcrmuthung leiten, daß das Verlangen nachfreiheitlichen Formen und Einrichtungen, das sich in der Nachbarschaftmehr und mehr zur Geltung brachte, früher oder später auch in denösterreichischen Ländern zu unverkennbarem Ausdrucke gelange» werde?Und war cs, wenn sich diese Vcrmnthnug oder, geben wir cs im Geisteder damaligen Ncgieruugskunst zu, diese Befürchtung nicht abwciscnließ, nicht vielmehr geboten, bei Zeiten die zweckmäßigste Befriedigungjenes Verlangens auzubahncn und dadurch einer gewaltsamen Erzwin-gung des Verlangten vorznbanen, anstatt, wie leider thatsächlich bei»ns geschah, selbst noch die kärglichen Ucücrblcibscl commnnälcr undrepräsentativer Sclbstbewcgnng, die sich ans vergangenen Zeiten erhaltenhatten, mehr und mehr zu verkümmern?

Es war aber nicht bloß die Form des Negierend, die unter denVölkern allmälig sich steigernde Unzufriedenheit und Mißvergnügen gebar.Diealles für das Volk" zu wirken sich rühmten, versahen cs nur zuhäufig in der Sache scbst, ans mangelhafter Einsicht, auö Gleichgiltig-keit und Fahrlässigkeit, wohl auch ans selbstsüchtigem Bestreben der cigcneu Machtcrhaltnngnpi-tzs iions I« llälnA«". UncontrollirtcGewalt hat im Selbstgefühl ihres Könnens mehr oder minder ansgcartet,so lang die Weltgeschichte steht. Die plötzlich losgcbnndcnc Wnth derersten französischen Revolution hatte allerdings in einer kurzen SpanneZeit ein Uebcrmaß von Aufregung und Unordnung, von roher Gewaltund Grausamkeit, von Gräuel und Schrecken gehäuft, von denen sichdas Auge jedes edler fühlenden Menschen mit Abscheu wcgwcndet. Aberjene unabsehbare Kette von Druck und Belastung, von Härte und Will-kür, von Mißbräuchen und Ucbcrgriffen, die sich die ganze lange Zeitdes Mittelalters und bis weit in die Neuzeit hcrabzog, sic wäre nichts?Ihr weiset hin", sagt ein neuerer französischer Schriftsteller,ans dieewig beklagenswertsten Opfer des September: wir weisen hin ans jeneder Albigenser, der St. Bartholomäus - Nacht, der Ccvcnnen! Ihr-zählthundert der Zerstörung prcisgcgcbcnc Schlösser ans: wir zählen dietausend Frohndcn und Herrcnrcchtc auf, die unter dem Schutze ihrerMauern emporwnchcrtcn! Ihr entrüstet euch über die vorübergehende