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2 (1870) Revolution und Reaction im Spätjahre 1848
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Mqcmnms Mißvergnügen nnd Unznfricdmhcit.

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Tyrannei zur Verzweiflung gebrachter Massen: wir entrüsten uns überdie jahrhnndertlangc Tyrannei der ehemaligen Zwinghcrrcn!" Die Re-stauration von 1814 und l815> hatte nun allerdings die früheren Uebcl-stündc in ihrer »ollen Blnthc nicht wieder aufkommcn lassen: cs gabkeine Raubritter nnd unterirdischen Bnrgvcrlicßc, kein Fanstrccht und keineVchmc mehr; cS schwanden selbst Zopf nnd Pcrrttcke, diese mehr komischenSymbole vom strömenden Leben der Völkcrgcschichtc hinwcggcschwcmmtcrVerhältnisse. Allein Neste mittelalterlicher Zustände bestanden noch fastin aller Herren Ländern. In den Hähern Regionen der Gesellschaft cnt-schlng inan sich nicht ohne zwingende Roth dessen, was durch jahrhnn-dcrtlangc Gewohnheit zur zweiten Natur geworden war. Der wider-natürliche Satz, daß Macht vor Recht gehe, hatte auch in der Rcstau-rationspcriodc in kleinen und großen Dingen seine verführerische Kraftnicht verloren. Die Regierenden zeigten sich nur zu häufig geneigt, ihnenunbequeme Ansprüche nnd Gerechtsame dem nntcrznordncn, was sic alsersprießlich für ihre Zwecke zu erkennen glaubten. Unter dem betrüge-rischen Borwand der Staatswohlfahrt wurden die begründetsten Forde-rungen ganzer Länder und Völker überhört, wurde unlängbarcn Miß-bräuchen der Stempel unantastbarer Berechtigung anfgedrückt, wurdenallgemeine Interessen von tiefer Bedeutung dem Scheine eitler Macht-vollkommenheit znm Opfer gebracht.

So hatten denn die gewandten Politiker der Restauration und ihrein dieser Schule ausgewachsenen Nachfolger allerdings den Erfolg einerlang dauernden, nur zeitweise und örtlich unterbrochenen Friedens-Periodefür sich. Allein um so unerbittlicher strafte zuletzt das überwältigendeHcrcinbrcchcn der Ereignisse von 1848, in fast allen Ländern des euro-päischen Weltthcilcs, sic und ihre lang gerühmte Staatskunst Lügen.Denn als in den Februar- und Märztagcn die ersten Laute vonFreiheit ertönten, da war cs nicht allein die ungezügelte Masse, dawaren cs nicht bloß verschrobene Köpfe und um stnrzsüchtige Störefriede,da waren cs all die besten und edelsten Elemente der Bevölkerung, diedas Fallen der beengenden Schranken, die Eröffnung einer neuen glück-verheißenden Bahn mit freudigem Danke begrüßten. Das Licht derMärzsonnc hätte nicht so allgemein durchdrungen, nicht so hell und er-wärmend wirken können, wären nicht früher allenthalben die Nebel sobeklemmend, die Schatten so schwer und düster gewesen. Wie behaglichsich Viele in der voransgcgangcncn stillfricdlichcn Zeit gefühlt haben