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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerkungen.

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273) S. 405. Da« geschah unter andern in dem Hanse Nr. 353 nächst derhohen Brücke, das am Vormittag überfallen worden war. Derselbe Mobile, der demzitternden Haushofmeister das Bajonnet ans die Brust gesetzt hatte, schlich sich währenddes Bombardements zu ihm und bat ihn um einen alten Civilrock. Man gab ihmwas er verlangte und er ,,zog sich dankend in's Privatleben zurück".Oest. Courier"Nr. 271, S. 1088.

274) S. 408. Nach militärischen Berichten so z. B.Soldatenfreund"a. a. O. S. 470 hätte das Dach der Hof-Bibliothekbald nach den erstenSchüssen" Feuer gefangen; das wäre also nicht lange nach 3 Uhr gewesen, währendverläßliche andere Beobachtungen den Ansbruch des Brandes in die Zeit zwischen 4und 5 Uhr setzen. Letzteres stimmt auch mit dem ganzen Verlaufe des Brandes zu-sammen. Wenn übrigens der Brand früher begonnen hätte, so würde Fürst Windisch-grätz ohne Frage bei Zeiten davon Meldung empfangen und sicher nicht den Befehlin die Stadt gesandt haben, die Beschießung einzustellen und die Truppen in eineabwartendc Stellung zuriickznziehen.

275) S. 407. Wer hat die kaiserliche Burg angezündet? Die Einensagen: Die Geschütze der kaiserlichen Truppen. Wir kennen aber nicht eineZeugenschast für diese Behauptung, an der wir nicht wesentliches ausznsctzen fänden;ob mit Grund, stellen wir dem Urtheile des unbefangenen Lesers anheim. Deretwas leicht empfängliche A Correspondent derA. A. Ztg." versichert S. 4932 f.ohne näheren Nachweis, esbestätigten selbst Soldaten und Officiere, daß ihreGranaten hier gezündet hätten", während der Verfasser mit der Chiffre 0 der Schrift:Die Octobertage Wiens" (Leipzig, K. I. Köhler, 1848) S. 92als Augenzeuge"gesehen haben will,daß gleich zu Anfang des Bombardements Brand- und Con-greve'sche-Raketcn immer auf einen und denselben Punkt gegen die Burg zu geworfenworden." Wenn dieß wahr wäre, würde man sich über nichts zu wundern haben,als daß trotz diese« beharrlichen Werfens von Zündgeschossenauf einen und den-selben Punkt" das Feuer doch erst gegen Ende des Bombardements, also fast nachzwei Stunden ausbrach; in Privathäusern zündeten die Raketen beim ersten Ein-fällen. Tie Versicherung diesesAugenzeugen" verliert überdieß auch dadurch anGewicht, daß derselbe 0 unter Berufung auf andereAugenzeugen" weiter behauptet,auch die Zuckerfabriken von Mack und Zinncr, die 2000 Klafter haltende Holzlegestättedes Bürgers Fellnerund andere Gebäude" seien durch dieWnth der kaiserlichenTruppen in Brand gesteckt worden." Mehr Beachtung würde die Angabe Fröbel'sin seinenBriefen" S. 47 beanspruchen: Die kaiserlichen Sammlungen seiendurcheine Raketen-Batterie" entzündet worden,die am Eingänge in die MariahilferHauptstraße vor dem Kafsehanse Casa piccola errichtet war und von einem LieutenantNeumann commandirt wurde". Allein wir suchten in demMilitär-Schematismus"des Jahres 1848 vergeblich nach einem Artillcrieofficier dieses Namens. Zuletzt istnoch Füster anznführen, der in seinenMemoiren" II, S. 221 schreibt:Ich hörtecs von mehreren uniformirten Bürger-Grenadieren des IV. Regiments, die auf demJosephsplatze, wo der Brand war, die Wache hatten; sie sahen eine Granate aus dasDach fallen und eilten schnell dahin um das Feuer zu löschen; als sie damit beschäftigtwaren, fiel eine zweite, dann eine dritte hinein und sie entflohen schnell der Gefahr."Unseres Wissens gab es aber in ganz Wien vor und im Jahre 1848 nur einBürger-Grcnadier-Bataillon; die Bürger-Grenadieredes IV. Regiments", auf derenZeugenschaft sich Füster beruft, sind daher jedenfalls mythische Personen. ImGegensätze zu diesen schwankenden Angaben behaupten Andere,die Pechkranze