516 Anmerkungen.
N.-G.-Fahnenträger hieß Löfslad, über dessen Abenteuer bei diesem Anlasse s. Dunder,S. 869 f.
265) S. 396. Vom k. k. Kriegsgerichte wurde am 9. Decembcr ein gewisserJohann Nrban zum Tode verurtheilt, der unter andern am R.-M. des 31. eine Ka-none mit Beihilfe von fünfzehn Proletariern von der Elendbastei auf die Burgtbor-bastei gebracht und dieselbe dort gegen die kaiserlichen Truppen verwendet hatte. Obdieses Geschütz mit dem von uns im Texte bezeichnet«, ein und dasselbe gewesen setzoder ob Urban selbständig, etwa nachdem bereits die Beschießung begonnen, seineThat ansgesührt habe, sind wir nicht im Stande anzugcbcn.
266) S. 396. Näheres mit den Namen der betreffenden Personen bei DunderS. 870 f., dessen Darstellung überhaupt reich an Einzclnheiten über die Vorgängeaußerhalb und innerhalb des Burgthores, aber, wie so oft in seinem Buche, allesZusammenhanges baar ist; früheres wird später, späteres früher erzählt, wie es dievon verschiedenen Seiten dem Verfasser zugekommencn Berichte enthielten, die er ohnepragmatische Verarbeitung aneinanderreihte. — Auch der Aufsatz in der „Presse" v.II. November S. 431 f.: „Einige Details über den Brand in der Burg am 31. Oe-tober" ist, obgleich „von einem Augenzeugen", nicht bloß lückenhaft, sondern theilweiseunrichtig.
267) S. 397. Diese Meinung datirte ans den Märztagen her und knüpfte anden, durch das Stadtgespräch durchaus entstellten Vorfall mit dem Feuerwerker Polletvor dem „kleinen Riescnthor" an.
268) S. 399. Nach der Darstellung im „Oesterr. Soldatenfrcnnd" 1850, Nr. 105könnte man meinen, das Burgthor sei inzwischen neuerdings geöffnet worden undLöfslad (s. Anm. 264) jetzt erst aus demselben heransgetreten. — Daß übrigens derim „Soldatenfrcnnd" nicht mit Namen, genannte „Nationalgarde" niemand andererals der N.-G.-Fahnenträger Löfflad war, geht insbesondere aus dem Umstande hervor,daß er auf Befehl des Generals an der Spitze der Truppe gegen das Burgthor mitmarschiren mußte, was Löfslad bei Dunder S. 869 von sich selbst in ähnlicher Weiseerzählt. Freilich nennt Löfslad den General, der das alles verfügte, Karger, was aberauf einer in dem Wirrwarr jener Augenblicke leicht erklärlichen Namensverwechslungoder einem Inpsus insnaorins des Erzählers beruhen kann.
269) S. 400. „Ein Beweis, daß wir es nicht mit feigen, sondern sehr wildenHorden zu thun hatten", sagt der geflüchtete Wiener Student bei F. Fadinger, dieFlucht eines Wiener Studenten (Leipzig, Koffka, 1849) S. 3.
270) S. 400. lieber die Schäden und Vorfälle in andern Häusern, wie imKnrolyi'schen in der Kärntnerstraße, im Esterhazy'schen in der Krugerstraße s. „Kla-genfurter Ztg." Nr. 54, S- 215 (von Th. L.) und „Gedcnkbuch" S. 38 f.
271> S. 401. Lyser, einer der Geflüchteten aus dem brennenden Hause, erzähltS. 91 von den Kugeln der „schwarzgelben Garden", die aus Kellerlöchern ans wehr-lose Frauen und Kinder schossen. Aber gesetzt, seine erregte Phantasie habe ihm nichtDinge vorgespiegelt, die in Wahrheit nicht bestanden: woher wußte er, daß es gerade„schwarzgelbe Garden" waren, die in den Kellern steckten? Wir erinnern uns übri-gens nicht, eine ähnliche Behauptung in irgend einer der zahlreichen Schristen überdie October-Revolution gefunden zu haben.
272) S. 401. „Das letzte Act cnstück, das wir erledigten, war eine kleine Brand-Raketen-Hülse, die vor der Thüre des Reichstages vom Himmel gefallen war. Wirließen das Actenstück ans dem Tische liegen, weil wir dafür keine Registratur hatten."Füster II, S. 221 f.