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Anmerkungen.
Schütte als Augenzeuge erzählt ausdrücklich S. 66 f., daß jener Umstand auf demThurme geltend geinacht wurde, und auch aus Auerbach's Bericht S. 192 f. gehthervor, daß Messenhauser oben seine Abdankungs-Erklärung nicht ansgesetzt habe. —Wenn Fenneberg weiter anführt, Messenhauser habe seine Abdankung auf demselbenPapiere niedergeschrieben, das sein Mistrauens-Votum enthielt, so ist das eine Ver-wechslung mit der Antwort Messenhauser's auf die erste Zuschrift des Studenten-ausschusses, hinsichtlich deren Auerbach, S. 190 f., ein vollgiltiger Zeuge ist.
253) S. 378. Selbst Grüner, S. 289, sagt: „Ich muß hier noch bemerken,daß Fenneberg sich sehr thärig und als Chef der Sicherheitsbehörde energisch gezeigthatte; aber zum Ober-Commandanten in einem solchen Momente war er nicht zuwünschen. Auch besaß er nicht das allgemeine Vertrauen, und ich weiß es nicht zuerklären, wie aus ihn die neue Wahl fallen konnte."
254) S. 384. lieber die Einzeln Hetzen dieser Deputation sind wir im unklaren.Nach einigen Nachrichten wäre Kubenik, nachdem er mit Messenhauser Rücksprache ge-pflogen, um 11 llhr Nachts nach Hetzendorf abgegangcn und um 4 Uhr Morgenszurückgckehrt. Nach einem andern Berichte war es Vr. Karl Groß, der als Parla-mentär im Namen des Gemeinderathes mit dem Feldmarschall unterhandelte. Leiderwissen wir die Quelle, aus der wir unsere dießfälligcn Aufzeicbnnngen geschöpft, nichtwieder auszufinden. Groß' Sendung wird mit allen Einzeluheiten beschrieben, abermit solchen, die an innern und äußern Widersprüchen leiden. Einmal finden wireinen vr. Karl Groß weder in dem Verzeichnisse der Gemeindcräthe noch der Mit-glieder des s. g. äußern Rathes der Stadt Wien. Daun heißt es. Windischgrätz habeihn empfangen, umgeben von einem glänzenden Stabe, als gerade die Sturm-Colon-nen gebildet wurden; das könnte daher keinesfalls zeitlich morgens gewesen sein. DerFcldmarschall — der doch nach dieser Beschreibung unmittelbar vor ihm stand — habeihn „durch einen Generalen" bescheiden lassen, trotz des „dreimaligen" Treubruchs, dendie Wiener begangen, sei er bereit noch eine Frist bis „morgen" zu geben, mit Aus-nahme der Vorstadt Wieden, die seine Truppen Tags zuvor verrätherisch angesallen;er werde jedoch dazu bloß deutsche und italienische Regimenter verwenden, „um dieStadt zu überzeugen, daß kein einziges Corps seiner Armee in seiner Treue wanke".Mit letzterem würde Fürst Windischgrätz eine offenbare Unwahrheit gesagt haben: dieBrigade Karger bestand nur aus Gränzern, und in den Brigaden Jablonowski,Sanchez und Colloredo befand sich nicht ein italienisches Bataillon, wohl aber vielegalizische, wie Nassau, Parma, Wilhelm, Stephan.
255) S. 387. „Wenn je ein Ort sich die Wohlthat einer wohl disciplinirtenHeereSmacht wünschen mußte, so war es Wien. Denn ohne diese wäre die Stadtverloren und eine Katastrophe unvermeidlich gewesen, die in der Geschichte nicht ihresGleichen hätte." D. Mitrichter im „Oesterr. Courier" Nr. 268 v. 19. November.S. auch die „Presse" Nr. 108 vom 9.: „Welcher Zukunft wären wir mit einem sieg-reichen Proletariat cutgegengegangen? Wo hätte die fortschreitende Revolution ihrenRuhepunkt gefunden mit all dem Zündstoff, der uns umgab, mit all dem Haß, denman herausbeschworen, mit den verderblichen Lehre», die man in die beschränktenKöpfe der Massen geschleudert? Heute galt der Haß noch dem Hofe, der Camarilla,der Aristokratie; morgen wäre jeder Bürger, der einen guten Rock trägt und behaglichwohnt und lebt, in den Augen des darbenden Proletariats ein Aristokrat, ein Feindgewesen."
256) S. 387. „Robert Blum hat auf offener Straße, auf dem Stephansplatz,eorum xopulo es gesagt: ,Jhr müßt noch 200 latourisiren st Sollte Blum seine