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Anmerkungen.
unter den durch allerlei Machinationen aufgcdrnngenen polnischen Commandantcn derUmwälzungspartei stehenden Nationalgarde boten vielfältig das Bild eines Lagers derpolnischen Revolutionsarmee dar. Den Meistern wurden die Gesellen, den Herr-schaften die Bedienten abwendig gemacht. Wer nicht dem Polenthum huldigte undder Vermehrung der Nationalgardc das Wort redete, wurde als Bcrräther der Nationbehandelt." Adresse vom 29. November 1848 eines großen Theiles der LcmbergerBürgerschaft an Hammerstein. „Lemb. Ztg." Nr. 149 v. 18. December.
219) S. 315. Oesterreichs gesetzgebender Reichstag S. 73.
220) S. 317. S. die Eingabe von scchsnnddrcißig Gemeinden des TarnopolcrKreises an das k. k Ministerium des Innern im ,,Oestcrr. Correspondenten" 1849Jänner, S. 88. So hatten n. a. die Rnthcncn des Tarnopolcr Kreises dem leitendenKrcis-Commissär Piwocki die Bitte überreicht, eine Nationalgarde mit Commando' inihrer Sprache errichten zu dürfen. Bald darauf wurde der Camera!»-BczirksbcamteDzerowicz, den die polnische Partei für den Urheber jenes Schrittes hielt, überfallenund in's Gefängnis geworfen. Als am 19. Octobcr eine Volksversammlung derTarnopolcr Rnthenen den Kreis-Commissär beschickte und, mit Erneuerung ihres frü-heren Verlangens, um Befreiung des Dzerowicz und Untersuchung der gegen ihn ver-übten Gewaltthat entschritt, wies sie Piwocki mit den Worten zur Thürc hinaus:,,Nicht nur Dzerowicz, auch eure Geistlichen werde ich in kurzer Zeit arrctiren lassen."Dzerowicz wurde von Tarnopcl nach Czernowitz und von da unter mancherlei Schimpfund Unglimpf nach Lemberg übcrbracht, wo es ihm während des Bombardements mitHilfe des Militärs gelang, feiner Haft zu entrinnen. — Als dagegen der Gemeinde-Vorstand von Miktilince beim Kreisamte Anzeige machte, daß der Pfarr-Coopcratorrit.. Int. Andreas Kowalski die Bauern zur Empörung wider die Regierung aufstachle,nahm der Kreis-Commissär die Sache für einen bloßen „Scherz" und wies denGemeindevorstand einfach ab.
- 221) S. 321. Jir der venetianischen „Rnecoitn cki t.ntti gii ntti, ckeersti, nc>-mins eee." findet sich V, p. 66—68 ein „eigenhändiges" Schreiben Radecky's, das,bei Rovercdo (?) anfgefangen, in der „tälbn" abgedrnckt worden. Radcckp ruft darinden Erzherzog Ludwig und die „hohe Staats-Confcrcnz" («mcwlsu oonksrLims) umHilfe an, klagt ihnen seine Noth, erzählt, daß er von den Ungarn „nun vvntinn."habe erschießen, andere bei Wasser und Brod cinfperren lassen müssen n. dgl. Daßdie „hohe Staats - Conferenz" seit mehr als einem halben Jahre anfgehört hatte zubestehen, wußte natürlich Nadecky nicht.
222) S. 324. In der ersten Hälfte Octobcr wurden in Mailand zwei Hinrich-tungen vollzogen: am 7. an einem weggejagtcn Finanzanfseher, Giu. Bertolaja, ge-nannt Gambarn, und am 13. an einem gewissen Bofset, eigentlich Domenico Pedroni,einem dem Trunk und Müßiggang ergebenen Menschen; am 23. wurden Gio. Lodo-vico Rossi, Pietro Bigo und Pietro Pidoni wegen Versuchs, einen ungarischen Sol-daten zum Trcnbruch zu verleiten, kricgörcchtlich erschossen. — In italienischen Blät-tern wurde zwar über zwei größere Auftritte in Mailand viel geschrieben, am 15. wounter dem Znjauchzen der Menge ei» Freihcitsbaum mit der italienischen Tricoloreaufgepflanzt worden sei, und am 18., wo der Ruf zu den Waffen ertönt, Sturm-geläute von allen Thürmcn erschallt, das Volk sich mit dem Militär geschlagen habe re.Da aber alle näheren Angaben fehlen und da die Mailänder „Idnoeoltn cka^U nt.tinssteirrli", worin der unbedeutende Auflauf vom 2. Octobcr, die aus diesem Anlasseerfolgte Erschießung des Gambarö, sowie die andern Hinrichtungen mit ihren UrsachenI, S. 168 f., 170 f., 176, 189 genau verzeichnet sind, auch nicht eine Andeutung