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Anmerkungen.
schändlich, wenn es denn so sein sollte!" C. A. Ritter. Tagebuch S. 28. — S. auchden trefflichen Aussatz in der „Presse" Nr. 107, S. 420.
197) S. 285. In den kricgsrechtlichen Urtheilen, die später veröffentlicht wur-de», ist von dieser Berathnng der Vertrauensmänner wiederholt die Rede, doch mitdem unrichtigen Datum des 30., anstatt des 29.; so in jenem von Padovani, vonCamillo Schlecht« u. a.
198) S. 286. Blum's Worte führt Grüner, Geschichte der Octobcr-Nevolution(Leipzig, 1849) S. 280 f. angeblich als Ohrenzenge an. Dnnder bemerkt S. 791dazn: „Die Echtheit der Worte muß erst bewiesen werden." Auch Fcnneberg II,S. 399 bestreitet die Anthentieität des von Grüner angegebenen Wortlauts, gibtaber zu, daß Blum für die Capitulation gesprochen habe, „um sich, wenn man denKamps wieder eröffne, nicht abermals von Verräthern auf die Schlachtbank führen zulassen". Wir müssen jedoch bemerken, daß noch vor Erscheinen des Grüncr'schenBuches, oder doch unabhängig von demselben, Noseufeld, Studenten-ComitüS. 338 ff. Blum in derselben Weise sprechen läßt.
199) S. 287. Der Ausdruck „ostensibel" ist von uns mit Absicht gewählt.Denn wenn gleich Gschnitzer in der Reichstags-Permanenz am folgenden Tag erklärte,er und seine College» hätten sich vor der Abstimmung entserut, so geht doch ausandern Darstellungen hervor, daß sic jedenfalls bis zur Abstimmung nicht ganz un<thätige Theilnehmer au der Versammlung gewesen.
200) S. 289. Fenneberg II, 398 erzählt, er selbst habe am 29. die Burgund Umgebung mit 4000 Mann Mobilgarden besetzen lassen, und zwar aus demGrunde, „weil sie einen trefflichen Punkt darbot, allenfalls innerhalb der Stadt anß-brechende Erneuten rasch zu ersticken, dann auch um die gedrohte Brandlegung zuverhindern, deren Umsichgreifen gefährlich für die Vertheidigcr werden konnte: wäredas nicht gewesen, so würde er von Herzen gern in die Habsburger Burg den flam-menden Pechkranz geschleudert haben". — Dagegen ist zu bemerken, daß, solange dieMobilgarde bestand, nie 4000 Mann von ihr auf einem Fleck beisammen waren; esist also nur wieder eine der vielen Aufschneidereien des Verfassers.
201) S. 290. In Alt-Lerchenfeld fiel an diesem Tage Ignaz Pechmann, Statistbeim Burgtheater, Feldwebel bei der Rationalgarde, der einzige vom kais. Theater-personale, der sich am Kampfe bctheiligt hatte; wie im „Ocsterr. Courier" Nr. 268,S. 1078 ausführlicher zu lesen ist.
202) S. 291. Das Ergcbniß der Abstimmung wurde, wie im Texte erzählt, nocham selben Abend vielfach bekannt; die Kundmachung Messenhauser's, sowie die anderedes Gemcinderathcs bekamen die Meisten wohl erst am folgenden Morgen zu Gesicht.Einen Artikel mit treffenden Bemerkungen hierüber brachte die „Presse" Nr. 108, S.424: „Ihr habt seinen Anschlag von den Mauern gerissen: hättet ihr euch damit dochauch für immer die Binde von den Augen gerissen, die man euch so fest umzulcgenbemüht war! Weil heilte die Wirklichkeit und nicht mehr das Wort bloß gilt, darummacht er euch ein Geschenk mit der Wahrheit und dies; abgedrnngcne Geschenk desoffenen Bekenntnisses wirst er euch als Entschädigung an den Hals. Sein .diploma-tisches Geheimnis;' ist: Ich habe euch durch drei Wochen am Narrenseile geführt."
203) S. 291. „Der größere Theil des Volkes", sagt Schusclka S. 414 s.,„begrüßte den Unterwerfungsbeschluß mit Jubel. Man hoffte dadurch alle weitereUebel beseitigt zu sehen. Die Stadt bot an diesem Abend einen fröhlichen Anblick."
204) S. 291. „Ich sah von der Bastei aus meinem Wohnhause eine großeFriedcnsfahne wehen und ich befand mich tausend Schritte davon mitten im Kriegs-