Anmerkungen.
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durchaus in das Gebiet alberner Nachrede, wenn nicht böswilliger Erfindung. Na-mentlich den armen Kroaten konnte man in Wien, wie in Italien, nicht schlimmesgenug andichten; und doch hatte die ausgedehnte Vorstadt Landstraße, die fast aus-schließlich von Gränz-Bataillouen bezwungen wurde, nicht ein brennendes Haus undwar von Scenen, wie sie am Hundsthnrm und in Matzleinsdorf verfielen, nirgendsetwas zu vernehmen!
189) S. 276. Einzelne, während des Kampfes mit den Waffen in der Handergriffen, wurden von den Soldaten abseits geführt und ans dem Stegreif mit Pul-ver und Blei hingerichtet. Das ergreifende Schicksal eines in der Nähe des Augar-tens gefangenen jungen Legionärs, der unter erbarmungslosen Mishandlnngcn zurTodesstätte getrieben und dort erschossen wurde, erzählt Siegfried Kapper in der„Bohemia" 1848 Nr. 234. Wie viel etwa die aufgeregte Phantasie des Verfassersaus eigenem dazu gethan, wagen wir nicht zu bcnrtheilen; die Hauptsache hat leidernichts unwahrscheinliches. — Demselben Schriftsteller entlehnten wir auch die röhrendeScene mit dem böhmischen Landwehrmann.
190) S. 276. „Merkwürdige Schicksale eines Wiener Octobcr-Gesangcnen desJahres 1848", Wien, 1850.
191) S. 277. Dem Umweg, den die Deputation über Hetzendorf machte, weilsie, wie ihnen gesagt wurde, Windischgrätz zu sehe» und zu sprechen wünsche (s. P il-lersdorsf's Bericht nach der stenographischen Ausnahme III, S. 373 f.j, lag ofsen-bar ein Misvcrständnis zu Grunde.
192) S. 278. Irgendwo fanden wir, Mcssenhanser sei schon um 7 Uhr Abendsim Gemeinderath erschienen; die Versammlung in der Stallbnrg hätte also noch früherstatt finden müssen, was jedoch im Zusammenhang mit allen Ereignissen ganz un-wahrscheinlich ist.
193) S. 279. Dunder gibt S. 745 die genauesten Daten über die letztenStunden Bcm's in Wien, bis auf die Numcr 492 des Fiaeres, der ihn in dasGasthaus „zum Apfel" auf der Wieden brachte, das er später mit dem „Lamm" ver-tauscht haben muß. — Die Angabe Nitschncr'S S. 101, Bem habe sich durch Ver-mittlung Messenhanser's am 29. in der „Permanenz des Kriegsministerinms" (?)einige „Appartements" Herrichten lassen, steht ganz vereinzelt und ohne nähere Be-gründung da; der Biograph Messenhanser's ist überhaupt, was nicht die literarischeWirksamkeit seines Freundes betrifft, ohne alles Verdienst; er weiß da weniger alsandere, ist »»chronologisch und verworren. — Ueber die Art, wie Bein aus Wienentkam, circulirten die verschiedensten Gerüchte. Die einen sagten: als k. k. Generalmit einer Ordonnanz hinter sich; die andern: er habe sich in einem Sarge durch dieLinie bringen lassen; die dritten: er sei im Dunkel der Nacht auf einem kleinen Kahnans der Donau nach Preßburg hinabgeschwommcn.
194) S. 280. „In der ganzen Stadt ist es wie das Ausrnhcn eines Ermüde-ten, der sich zum Verschnaufen niedcrsetzt, aber von peinlicher Unruhe getrieben nichtauf der Stelle bleiben kann." Auerbach.
195) S. 283. Einen Fall in dem Gewölbe eines Posamentiers — „Waffenhast du nicht, aber Geld hast du, du miserabler Kerl! Heraus damit, oder wir stechendich nieder!" — erzählt S. Kapper in der „Bohemia" Nr. 234.
196) S- 285. „Heute müssen wir auch die Stimme der Vernunft hören! Sowäre das arme Volk nur irregeleitet und bethvrt, und aus wer weiß was sür gehet«men Beweggründen zu diesem Vernichtungskampfe ausgestachelt worden?! Das wäre