Anmerkungen.
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bildcr vom Atlas, die wir in unserem Gedächtnis bewahrt, mußten daneben erbleichen."Moritz Wagner, ,,A. A. Ztg." S. 4921 f.
177) S. 255. Hier wie sonst überall halten wir für die Zeitbestimmung dereinzelnen Ereignisse das fest, wofür sich nicht bloß die verläßlicheren Stimmen aus-sprechen, sondern was sich uns zugleich, im Zusammenhangs mit den Vorgängen ansandern Punkten des Kampfplatzes, als das allein annehmbare darstellt. Es gibtSchriftsteller, und darunter solche, die sich als „Augenzeugen" gcriren, welche dieStern-Barrieade schon um 12 Uhr vom Militär besetzen und die Vortruppen Ram-berg's schon um 4 Uhr bei den beiden Kaffeehäusern am Ansgange der Ferdinands-brücke erscheinen lassen, wogegen nach dem „Oesterr. Sfd." a. a. O. die Stern-Bar-ricade erst um 3 Uhr genommen worden wäre. Eben so erschienen, am andern Uferdes Canals, die ersten Soldaten Hartlieb's nach einigen Mitthcilungen um 3^, nachandern erst um 5 Uhr N.-M. beim Jnvalidenhans.
178) S. 256. Ihre Zahl wird von den Wiener Schriftstellern verschieden ange-geben, doch immer sehr gering; einige sprechen von 100, andere gar nur von 40 Ver-theidigern. Damit können jedenfalls nur die gemeint sein, die sich in einem gegebe-nen Augenblicke unmittelbar bei der Barricade blicken ließen, und das war immermir der geringste Theil; der weitaus größere steckte in den Häusern, ans deren Fen-stern seine Flinten blitzten. — Im Gegensätze zu jenen Angaben erhöhen die militä-rischen Berichte die Anzahl der Bcrthcidiger in's unglaubliche. So heißt es im„Oesterr. Sfd." a. a. O. S. 578: „Hier (in der Jägerzeile) fochten unter der per-sönlichen Anführung Bem's die steirischen Schützen, die polnische und die Studenten-Legion und viele tausende von Proletariern der andern Vorstädte". — Unter denVertheidigern der Kirchen-Barricade nennt Ullmayer, „Merkwürdige Schicksale einesOctober-Gefangenen" S. 57, auch den Schauspieler Grois, der daselbst von 9—12Uhr eine große Thätigkeit entwickelt habe; eine Viertelstunde später habe ihn Ull-mayer ganz erhitzt, von Pulver und Ranch geschwärzt, mit dem Gewehr ans derSchulter und aus dem Haupt einen Calabreser mit der Bezeichnung N. III. 0., durchdas Theatergäßchcn nach dem Karmeliterplatz gehen sehen. Nun, wenn Grois seinenkriegerischen Gelüsten nur zwischen 9 und 12 die Zügel schießen ließ, hat er den kaiser-lichen Truppen nicht viel «»haben können; denn zu dieser Zeit gab es an der Kirchen-Barrieade mit der Muskete noch nichts zu thnn.
179) S. 259. In der „Ehrenhalle des k. k. Militär-Fnhrwesens-Corps" (Wien,1850, k. k. Hos- und Staatsdruckerci) S. 15 findet sich folgender Zug von tollkühnemMuth eines gemeinen Mannes. Ein brennender Balken fällt ans einen beladenenMnnitionskarren, den die Mannschaft der offenbaren Gefahr Wege» eilends verläßt.Dem Gemeinen Joseph Motz ist um seine schönen Pferde leid; er macht eilig dieStränge los, schwingt sich ans den Sattligen und sprengt mit dem geretteten Paaredavon, während hinter ihm die Ladung in die Lust fliegt.
180) S. 260. „Von den Wortführern der Clubs und der Tagesblätter, dieeine alte erprobte Armee mit Dcclamationen und Zcitungsphrasen so leicht ver-nichten zu können glaubten, wird uns nicht einer genannt, der in der Jägerzeile oderanderwärts die Märtyrerkronc gesucht oder auch nur ein Tröpfchen Blut verspritzthätte." „Presse" Nr. 107 v. 8. Nov. 1848. — „Von den Redactenren, mit Schamund Aerger muß ich es sagen, besaß nicht einer so viel Ambition (von wahrem Mnthezu geschweigen) als Robert Blum traurigen Andenkens." Lyser, „Wiener Ereignisse"S. 88. — „Von unfern Journalisten und Hetzern ist keiner gefallen Das Genie setztsich nicht gern den Schüssen und Hieben ,verthiertcr Söldlinge' ans, hetzt aber sehr
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