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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerkungen.

übrigen cingeladenen Corporationcn sind wir nicht im Stande anzngcben. VomRcichstagsansschnß erschien niennand.

163) S. 233. Es wurde von vielen Seiten versichert, Schütte habe sich selbstbeim Gemcindcrathc mit dem Anerbieten gemeldet, sich dem Fürsten Windischgrätz alsGeißel anöliefern zn lassen. Allein schon Du »der, S. 699, stellt die Sache in einemzweifelhaften Lichte hin, und ist ihm dieser Umstand ein Beweis mehr für seine Be-hauptung, daß der ganze Vorgang mit der Körperschafts-Versammlung in der Nachtvom 26 znm 27. nur eine dem Gemeinderathe gelegte Falle gewesen sei, um dieseals schwarzgclb verschriene Stadtbehördc zn stürzen, falls sie ans das Verlangen derUcbergabc der Stadt und der Auslieferung der Geißeln eingingc. Uebrigens erwähntSchütte selbst in seiner Schrift: ,,Dic Wiener Oktober-Revolution" (Prag, Ehrlich,1848) nichts von einem solchen freiwilligen Anerbieten, sagt im Gegcnthcile S. 83:,,Micb freiwillig dem Fürsten zn stellen, wäre wirklich beim Fortbestand des Stand-rcchls und des Kriegsgerichtes und bei der gränzcnloscn Erbitterung der Armee eineThorheit gewesen."

161) S. 236. Die ganze interessante Unterredung s. bei Dunder S. 719—722.

166) S. 236. Dunder, der diese Thatsache S. 695 erzählt, konnte sie wissenund es ist kein Grund, an seiner Wahrhaftigkeit zn zweifeln, wenn auch NitschnerS. 94 s. die Treue seiner Aussage zn verdächtigen sucht.

166) S. 237. S. die treffliche Schilderung in der „Presse" Nr. 406 v. 7. Nov.1848, S. 416. — Andere Scenen erzählt Ballcydicr II, S. 348 f., dessen Dar-stellnngStreuc wir jedoch nicht recht trauen; auch hat er seine Nachrichten erst vielspäter und ans dritter Hand bezogen. — S. auch die Abenteuer mehrerer Ausländeram 28. im „Oesterr. Courier" dir. 266, S. 1064.

167) S. 237. Jedenfalls geschah die Brandlegung durch niemand andern alsdie Aufständischen, wie selbst der radikale Reiß mann, Die Zerstörung Wiens (Dresden,Äori) S. 43 bekennt: „Die zwischen den Basteien der Stadt und der Donau befind-lichen Ban- und SchifsSholzlagcrplätzc und Holzniedcrlagcn waren von den Wienernselbst angczündct worden, damit der Feind sie nicht zur Erstürmung der Basteien be-nützen sollte."

168) S. 240. Dunder, der den Vorgang S. 715—719 ausführlich erzählt,gibt Il V^ als die Zeit der Anlnnst Bem's und „ungefähr nach 2 Uhr" als die seinerEntfernung an; doch ohne Bezeichnung der Tageszeit. Dagegen beginnt Bein seinenBericht an Messcnhauscr vom 28. ausdrücklich mit den Worten: „Gestern (also am27.) Abends 10 Uhr brachte man mir die Nachricht, daß die Kroaten die Häuseram Schüttet angezündct haben." Daß der alle Polcngencral nur von Nänbereicnder „Rebellen", d. i. der Kaiserlichen, zn erzählen weiß, dagegen das schändliche Bc-nebmcn der Mobilen und das schonende Ansichhaltcn der Soldaten während desBrandes verschweigt, kann niemand wunder nehmen.

169) S. 241. Die näheren Umstände dieses Fanges werden erzählt in „WienerOclober-Ereignissc", S. 92 f , jedoch in einer durchaus unwahrscheinlichen Weise: unddann ganz anders in „Bem in Wien", S. 266- 271, einem Buche, daö viel Dich-tung und wenig Wahrheit enthält.

170) S. 216. Daß der Meidlingcr Bahnhos von Grenadieren des Bat Richtererstürmt worden sei, wird von zn vielen Seilen erwähnt, selbst von militärischer,z. B. ,,A. A. Ztg." S. 4981, als daß wir Zweifel darein setzen könnten. Im Gerededer Leute wurde die Thatsache in der verschiedensten Weise ausgeputzt, so hieß cs, dieGrenadiere, durchaus Ucbcrlänser vom 6. Oktober, bätten sich vom Marschall vor