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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerkungen,

Schwur brechen. Man geleitet ihn vor die Linie und schickt ihn mit einem amtlichbestätigten Zeugnisse seiner Fahnentrcuc zu den Borpostcu, die ihn mit srendiger Herz-lichkeit begrüßen, ,,Const, Bl, a. B." Nr, 10b v, 31, Oclobcr, Nr, 107, 109 vom2, n, 4, November 184»,

1501 S, 227. „Wie gern ich mich sonst für jede That begeistern würde, diewirklich si'ir Deutschland und die wahre Freiheit geschehen, an der Sache der Wienerhabe ich keine Frende, Hier erkenne ich leider nur einen »ngeheuren Irrthum, denich nur jenen gern vergebe, die ihn ehrlich begangen, nicht den Wühlern, die wissent-lich mit ihrem Irrlicht dieses edle biedere, aber unmündige Bolk von Wien in dentiefsten Abgrund gelockt. Ich liebe wahrlich weder den Hof noch den Fürsten Win-dischgrätz, Warum aber gellen nur ihnen allein die Flüche, und nicht auch jenenschändlichen Predigern der Anarchie und des Meuchelmordes, die alle gesunden Be-grifsc der Menschen verwirrt und die heutige Schauder-Katastrophe eben so sehr ansihrem Gewissen haben, als die wilden Bauden der Kroate» und derer die sic befeh-ligen?" Moritz Wagner in der ,,A, A, Zlg," Nr, 4000,

15.7) S, 227, Bcsztcr Süudor, Zwei Wochen in Wien; Janothckh, ArchivIII, S, 286, — In Pest waren übrigens um dieselbe Zeit ähnliche Gerüchte ver-breitet wie in Wien, nur daß mau dort nicht die Ungarn nach Wien, sondern um-gekehrt die Wiener zu den Ungarn sich durchschlagen ließ, wie folgender Artikel beweist:„Ösen-Pest, 27, Octobcr. Gestern wurde Hainbnrg bombardirt, cingcnommc» unddaselbst bei 4000 Wagen in Requisition gesetzt, aus welchen unsere Mannschast nachWien lranSportirt wurde. Mittlerweile hat die Aula mit den Arbeitern durch dasfeindliche Heer sicb durchgeschlagen und unserer Armee sich augcschlosse»; zugleich sind300 Mann von Wiudischgrätz-Chcvanxlegers und später eine größere Anzahl vondeutscher Infanterie und Cavallcrie zu uns übergctrctcu. Das Centrum des Win-dischgrätz wurde im Sturm attaquirt und gesprengt, Wiudischgrätz verlangic vonKossulh einen 48stü»digcn Waffenstillstand, den Kossuth aber entschieden verweigerte "-- Als es sich am 27, in Wien zeigte, daß cs mit der zngcsichcrtcn Ankunft derUngarn wieder nichts sei, erschien eine apokryphe Proclamation: „Aus dem ungarischenLager", worin den Wienern mitgctheilt wurde, man habe zwar die Gräuze „gegenden gemeinsamen Feind" überschritten, doch diesen „in einem ausgedehnten Lager ver-schanzt getroffen. Noch ist es unser» wiederholten Angriffen nicht gelungen, diese Po-sition zu nehmen", so schloß der Ausruf; „doch werden wir in nuscrem Eifer nichterkalten, die Reihen der Feinde zu durchbrechen, um uns mit Euch zu vereinigen,"Da« Placat trug kein Datum; allein sowohl Dundcr, S, 707, als das „Gedentbnch"verlegen cs auf den 27,, und der crstcre spricht nicht ohne Grund die Vermnthungaus, daß cs nichts als das „Machwerk eines in Wien weilenden magyarischen Eniissärö" gewesen sei.

15.8) S. 228. Nach dem amtlichen Berichte Pulszky'S au den Laudcsvcrthei-digungsausschnß, Parcndorf den 27. Octobcr (Janotyckh, Archiv III, Nr, 930,S, 187 f,). Daselbst wird auch erzählt, Dobay habe sich zu General Balthescr ver-sügt, der ihn mit den Worten: „Es muß ei» Jrrthum sein" und mit einem Schrei-ben durch seinen Adjutanten zu Jelacic habe geleite» lassen; doch dieser habe, nachdemer den Brief gelesen, kalt gesagt: „Auf keinen Fall!" Einige Tage später kamJvünka dennoch wieder ans freien Fuß (Archiv III, Nr. 940, S. 190>, cs wird nichtgesagt, wie,

159) S. 230. „Es ist mir die kaum glaubliche Meldung gemacht worden, daßdie Gebäude am Schütte! durch angelegte Peckkränzc im Erdgeschoß in Brand gesteckt