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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerknngcn.

gens damals verfrüht; Simnnie war mn die Mitte Oetobcrs erst von Dnkla ans-gcbrochcn, und zwar nicht »ach Ungar», sondern in der Richtung von Mähren.

146) S. 211. Schreiben des F.-M.-L. Simnnie an die Trnppcnkörper, diesein damaliges Corps bildeten, ans Wien 9. Juli 1849, abgedrnckt iin „Ocsterr. Sol-datenfrcnnd" 1849, Sir. 94, wo cs n. a. heißt: „lllnr der sich bald verbreitende Nnfvon den Tugenden unseres kleinen Corps vermochte der durch Terrorismus und Lügender Rebellen über unser angebliches Nandalcnthnm mit ihrer karger Habe aus ihrenWohnungen verscheuchten Landbevölkerung Vertrauen zu uns cinznflößcn. Sic kehrtennach und nach zurück, und so wurden wir in dem armen Landstriche der ober»Waag nicht durch Zufall, sondern durch unsere Tugenden vor sonst nnvcrincidlichcrNahrnngsnoth gerettet."

147) S. 216. „Leider ist cs der Fall, daß der Angriff wieder zuerst von un-serer Seite stattfand", heißt es in der Abcndbcil. z. ,.Wr. Ztg." Nr. 194 v. 26.

148) S. 218. Siche die sehr eingehende Darstellung dieses Kampfes in der„Bohcmia" 1848, Nr. 226—230, von I4r. S. K. Der Verfasser irrt nur darin,daß er am selben Abend das Odeon in Brand anfgehcn laßt, das seinem Schicksaleerst am 28. verfiel. Der Qualm, durch dessen Anblick sich Kapper zu jener Vermnthnng verleiten ließ, kann nur der vom Brande der Schwimmschnlc, des Colosseumsund der Holzlcgeslättcn gewesen sein, da an andern Orten an diesem Abende kein be-deutenderes Schadenfeuer vorlaut. — lieber den Gang des Gefechtes ist der „Oester.Sfd." 1850, Nr. 159: „Die Einnahme der Brigittenau und der Vorstadt Leopold-stadt im October 1848" nachznlescn. Der Verfasser Stk. (Strack?) führt an, die4 Compagnien des 12. Jäg.-Bat. seien am 25. früh „nach einem äußerst angestreng-ten Nachtmarsche von der Loban über Hetzendors" in der Brigittenau cingctroffen.Das dürste doch wohl ein Jrrthnm sein. Das 12. Jäger-Bataillon gehörte zur Bri-gade Chizzola, Ramberg Halle sich jene Compagnien vom Fcldmarschall als Verstär-kung erbeten; wann und wie wären sie in die Loban gekommen?

149) S. 219. Die rasche Vollendung der Pontonbrücke war das Verdienst desPionier-HanptmannS Koneeny. Bei der Abwendung der Gefahr durch die Brändethatcn sich vor allem der Corpcral Kunz und Ober-Pionier Hosncr hervor.

150) S. 222. „l? jü-nmim"; Corrcsponden; der klorrnvölei: ksoeviii)- Nr. I

voni 4. November.

151) S. 223. An einem der Fußwege, von denen die Jcsnilcnwiese durchschnit-ten wird, erblickt man einen Granitblock, worauf mit vergoldeten Lettern zu lesen ist:„Am 2«:. Oetober 1818 fiel hier der k. k. O.-L. Johann Kallinich de« Slniner Na-tivnal-Gräiiz-Rcgimcnls Nr. 4, 6. Bat., in Erfüllung seiner heiligsten Bcrnfspflicht.Dem allgemein Beliebten wird von seinen Kameraden dies; Andenken als letzte Ehregewidmet." — Es stand früher an derselben Stelle ein einfacheres Denkmal, von denWaffengefährten des Gefallenen errichtet. Als dieses durch den Eisgang von 1850zerstört wurde, ließ der Kaiser, der es in diesem Zustande fand, das gegenwärtigefestere und schönere errichten. „Oest. Ssd." 1851, Nr. 52, S. 208.

152) S. 224. Wie schwierig cS ist, bei den vcrschicdcnscitigen, säst durchausoberflächlichen, nur selten ans Augenschein beruhenden, oft absichtlich ruhmredigenAngaben von den vorgcsallcncn Kämpfen eine nur irgend klare Anschauung zu gc-winnncn, dafür liefern namenllich jene an der Sophicnbrückc einen Beweis. WährendBern an Mcssenpanscr nur von einer Kanone berichtete, die ans der einen Barri-cadc den Feind „ans das heldcnmüthigste" abgcwchrt habe, erzählte Fröbel in derPanlskirche, Blum habe süns Kanonen gehabt, aber „den strengsten Befehl in der