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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerkungen.

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Am 27. machte eine Veröffentlichung der obersten Hvspostvcrwaltung bekannt, daßalle Bemühungen, nm die ansständigen Posten nach Wien gelangen zu machen, keinenErfolg gehabt hätten; auch eine Abfertigung der Posten aus Wien könne nicht stattfinden, doch würden Briefe und ZeitnngSblättcr in Pakete geordnet bereit gehalten,nm sie, sobald es die Gelegenheit biete, abgehcn zu machen. — Ucbrigcns waren esvon Anbeginn die Aufständischen selbst, die einen regelmäßigen Postverkehr vielfachnicht anskommcn ließen. So beschwerte sich am 25. dieselbe Hofpostverwaltung, daßam 23. und 24. drei Fässer mit 5100 fl. in neuen Sechs- und 28 Fässer mit 3320 fl.Einkrcnzcrstncken nach Triest „zur Behebung des äußerst fühlbaren Mangels an Ans-glcichsmünzcn" abgesendct, aber vor der Linie angehaltcn und wieder znrückgeschicktworden seien, da sich böswilligen Gerüchte über bedeutende Geldsendungen von ver-dächtiger Bestimmung verbreitet hätten.

142) S. 205. Z. B. „Das Standrechi ist das Recht, das jedermann genießt,mit »och einem Menschen ans der Straße stehen zu bleiben und mit ihm zwei Worte

wechseln. Diese Worte müssen aber laut gewechselt werden, damit sie der nächsteWachposten hörte. Wenn drei Personen mit einander flehen bleiben, mehr als zweiWorte wechseln oder leise spreche», so geht das Standrechi in das Hängrccht über."— An einer andern Stelle hieß es: „Man vcrmnthct, daß Fürst Windischgrätz unterjenen Individuen, die er ansgelicfert verlangt und die er später namhaft machenwird, folgende Herren versteht: Edersberg, Böhringer, Ertl, Zang, Landstciucr,Bäuerle, Randnitz. Endlich, Koch und Reumann." „Wiener Charivari" Nr. 107 v.26. Oetober.

143) S. 206. „Das Hauptguarticr der Octobcrhclden" bei Dunder, S.842-813; die Chriffre „Grzb." scheint ans die „Gränzbvtcn" zu deuten, wo wir aberdiesen Aussatz nicht finden, wohl aber Bd. IV, S. 358—361 einen andern, minderausführlichen und anschaulichen: „Im rothcn Igel. Skizzen ans den Tagen derOetober-Revolution in Wien."

144) S. 208. Wir haben »ns im Texte erlaubt, diese einem „an die BewohnerWiens" gerichteten Aufrufe vom gleichen Tage entlehnten Worte dem Fürsten Windisch-grätz hier in den Mund zu legen, da cs wohl keinem Zweifel unterliegen kann, daßderselbe Gegenstand den Hauptpunkt der vertraulichen Unterredung zwischen ihm undden Leiden Abgeordneten der Wiener Stadtbchördc bildete, wenn gleich der Gcmeinde-rath als solcher am 26. vor der Bevölkerung erklären konnte, nicht er sei cs, vondem der Antrag, die kaiserlichen Truppen »»verweilt in die Stadt rücken zu lassen,ausgegangen sei.

145) S. 210. Fast in jedem Dorfe fand sich eine große Tafel mit der Be-kanntmachung, daß die Landesregierung sür den Kopf eines österreichischen Offieicrs20 fl., sür den des Generals Simunie lOO fl. anszahle. Menschenleben stand, wieman sicht, bei den Insurgenten nicht hoch im Preise; größer war die Belohnung fürkaiserliche Geschütze: 200 fl. waren jedem zugesagt, der eines cinbrachtc. ibinr. Xo»-.Nr. 182. S- 716. — Die amtliche Mitthcilung des Landcevcrthcidignngsansschusscsdatirte schon vom 15. Oetober, s. Janotyckh Archiv III, Nr. 847, S. lll f„ ansdie erste demselben gemachte Anzeige „des Latonr'schcn Höllcnplancs, Ungarn nnt einemSchlage von mehreren Seiten anzngreifen". An demselben Tage machte der PräsidentPülfft) dem Repräsentantenhansc bekannt: „Ein gewisser Simnnic, der sich sür einenl. k. General ansgibt, ist aus Galizien mit einer räuberischen Horde in Ungarn cin-gebrochen und plündert im Rainen des Königs; zur Gesangennchmung dieses Räuberssind bereits Anstalten getroffen." Die Expectorationen des edlen Grafen waren ührs-