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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerkungen.

A

worden Ware. Zudem halte der Mann die Obsorge vieler Kranken und Verwundetenans sich genommen doch es half nichts, er mußte mit in den Kampf. Nun sageman mir, ist oder war das Freiheit?"Bohcmia" Nr. 217.

>20) S. 125.Ein Leopoldstädter Nationalgardist, der ein Hausherr in derNengassc und ei» junger starker Mann ist, wurde seit dem 6. Oktober noch ans keinemSammelplätze oder Dicnstposten gesehen. Dienstag den 23. hatten sich Viele vor sei-nein Thorc versammelt und durch Drohungen verschiedener Art ihn endlich gezwungen,die Waffen zu nehmen."National-Zeitung" v. 26., Nr. 81, S. 316.DerEigcnthümer des Hauses Nr. 375 auf der Landstraße soll seinen Parteien verbotenhaben, scindliche Demonstrationen gegen das Militär vorznnehmcn; wenn dieses jageschehe, so wurde er die Soldaten selbst cinladcn in.sein Hans zu kommen."Stu-denten-Courier" Nr. 108 v. 26. October.

130) S. 108. Siche dieAnssordernng" von Adols Chaisvs und denAuf-ruf" von Hanck, beide vom 25. Beide Corps hatten ihre Werbe - Bureanx imGasthofczur goldenen Ente", das Elitccorps im ersten Stock mit grünen, das demo-kratische Frei- Corps im zweiten mit rolhcn Eintriltskartcn. Eine sehr lebendigeSchilderung lieferte Kapper in derBohcmia" Nr. 221, 225; er hatte sich gleich-fallsfür den inncrn Dienst" anwerbcn lassen und machte sich, als er über seinenJrrthnm ansgeklärt wurde, als Arzt im Nothspitalc des Augartens zu schaffen.

130 0) S. 100.Nuis cs clisvrrlier »ans psrrr »'ütuit pas »uns reprodro."Balle^ckivr II, S. 321.

13 l) S. 100. Irgendwo fanden wir erzählt, daß Jelinek in jener Zeit dem Rc-dactcur derPresse",des besten und tüchtigsten Blattes in Wien, das mit dem erhal-tenden Priucip ächten Frcimnlh und Liebe znm constitutionellcn Fortschritt vereinigt",mit Verhaftung gedroht habe; er,der nie eine gesunde Idee in seinem Leben hatte",habe sich an einem Gegner rächen wollen,der durch die Klarheit seines Geistes denconsnscn Rcdaetenr des ,Radikalen' so ganz in Schatten gestellt". DieGränz-boten" IV, S. 361 sagen einfach, Jelinek habe sichin den Tagen des Kampfes fastganz zurückgezogen"; wenn es aber daselbst weiter heißt: erbilligte durchaus nicht dieGräuel der Revolution, nannte die lctzrcrc sogar mehrmals unnothwcndig", so stehenmit dieser Behauptung nicht bloß die Haltung desRadicalcn" überhaupt, sondernauch die von Jelinek selbst verfaßten Artikel desselben im vollständige» Widerspruch. Nach Fcnncbcrg II, S. 110 soll sich Jelinek,ohne die geringste Äcnntniß vonder Handhabung der Massen", am 28. ans eine Barrikade,wo der Kampf am lis-tigsten wüthete", begeben haben, nm doch als Wortführer der Demokratie nicht im Feuervermißt zu werden.

132) S. 200. Eines Tages wurde ein Lieutenant der N.-G.-Cavalleric gefan-gen ans die Aula gebracht. Einer seiner Kameraden eilte in die Statlbnrg und er-klärte dort zwei Akademiker», daß er und die Scinigcn, wenn der Gefangene nichtbinnen einer Stunde frei sei, die Aula stürmen würden. Die beiden Legionäre ent-fernten sich, und che die Hälstc der anberanimc» Frist vergangen, war der Verhafteteentlassen. Am 25. wurde der Thicrarzt Holzmann, Garde der bürgert- Cavallcric,für deren Pferde er zugleich in seiner Hufschmiede den Dienst versehen ließ, in's Bel-vedere berufen, wo er dem Pferde Bcm'S eine Kugel ansznschncidcn halte. Nachdemer mit seiner Operation scrtig geworden, wurde ihm eine Depesche übergeben, die erin das Gasthauszur Nordbahn" überbringcn sollte. Als er das mit dem Hinweisans seinen ärztlichen Berns ablchucn wollte, sprang ein Legionär aus ihu zu, schaltihn einenschwarzgclbcn Lumpen", zwang ihn den Auftrag zu übernehmen und ge-