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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerkungen.

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Während der Schlachttage rühmten Leute, die im heißesten Kampfe gewesen waren,mit einer gewissen Genngthnnng und patriotischem Stolz das sichere Schießen derkaiserlichen Jäger und so trug überhaupt die ganze Bewegung de» Charakter einesDuells, in welchem man sich ehrenhalber ans guter Kameradschaft schlägt, ohne vielzu fragen warum."

103) S. 158. Einen Vorfall solcher Art erzählte dieNationatzeitnng" Nr. 80,S. 31 l, von drei jungen Leuten. Der eine hatte Patronen bei sich und wurde indas innere Lager abgeführt. Bei dem zweiten fand sich eine zärtliche Correspondcnz,die der Officier mit Lachen las und dann zerriß. Beim dritten aber kam eineNumer desCharivari" mit schlechten Witzen über den Ban zum Vorschein; diesenließ der Officier »überlegen, ihm dreißig Stockstreiche anfmessen »nd schickte ihn dannmit seinem Genossen in die Stadt zurück.

104) S. 159. Sagt doch selbst derneunmal gehenkte und viermal erschossene"Anton Ullmaycr (Merkwürdige Schicksale eines Wiener Octobcrgcfangencu; Wien,1850), als er endlich nach soviel Angst und Leiden vor den Fürsten gebracht wurde:Se. Durchlaucht sprachen zu mir mit aller Menschenfreundlichkeit und Güte. Ichwar außerordentlich überrascht und gerührt; denn wie vor Gott muß ich zur Steuerder Wahrheit sagen, diese Güte und Milde hatte ich von einem Manne nicht erwartet,den Bosheit und VerlenmdnngSsucht in Wie» so sehr verschrien und als den größtenTyrannen bezeichnet hatten."

105) S. 160. In seiner umständlichen Vertheidignugöredc am 29. November,wo Welcker in der Panlskirchc sich und seinen Genossen gegen die maßlose» AngriffeGiskra's in Schutz zu nehmen suchte, legte er cs dem Verdienste der Bolen der Cen-tralgewalt bei, daß Wiudischgrätz die erst ans 24 Stunde» anSgcmessenc Frist nachherans 48 erstreckt, dann, nach Einnahme der Landstraße und Leopoldstadt am 28., neue24 Stunden bewilligt habe;ineine Herren", sagte Welcker,diese Milderung hattenwir erwirkt". Abgesehen davon, daß in der ersten Proclamation ans Lundenbnrgvon einer vierundzwanzigslündigcn Fristbcstimmnug kein Sterbenswörtchen vorkam,liefert der Gang der Ereignisse den unwiderleglichen Beweis, daß von einer äußerenEinwirkung ans die Entschlüsse des Feldmarschalls überhaupt und von einem Ein-flüsse der deutschen Reichs-Commissärc insbesondere, den Wiudischgrätz in StammerS-dorf auf das entschiedenste ablchntc, nirgends eine Spur zu finden war.

106) S. 163.Ost-Deutsche Post" Nr. 29 v. 23. Abends:Herr von Wessen-berg hat das in der Geschichte der neueren Zeit unerhörte Kunststück gemacht, daseine zornerfüllte, den strengsten Militärgeist athmcnde Actenstüct zur Satisfactio» derSoldaten unter das Militär vcrtheilen zu lassen und das andere süßlichere, versöhn-lich scheinende dem Reichstag zuzuschicken." Schuselka in seinemRevolutions-jahr" S. 385 nennt gar den gutmüthigeu widerstandslosen alten Wesscnberg einenSchrcckensminisler", derjene sich widersprechenden Proklamationen vom 16. und19. Oktober" Unterzeichnete,von denen die erste den fürchterlichsten Terrorismusathmete, während die zweite sich in milden constitntionellcn Formen bewegte undsogar den Reichstag lobte". Ein PsendonymnSErnst" in Frankl'sAbendzeitung"Nr. 172 vom 23. hieß es eineThorheit", über das Manifest vom 16.ein Wortzu verlieren", verlor aber darüber in einem ganzen Artikel mehrere hundert. Es seidarin, sagte er unter andern,das Verhältnis eines beleidigten Fürsten gegenüberseinen aufrührerischen Unterthancn festgehalten, die Sprache eines zürnende» Vaters,der sein Unartiges Kind zu züchtigen sich geuöthigt sicht, nicht aber die eines Mon-archen, der zu mündigen Völkern spricht, einer durch Verträge normirten Stellung,

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