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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Anmerkungen.

dem gleichberechtigten ComPaciSccnten gegenüber." Vergleiche der beiden Manifestemit einander brachten übrigens fast alle Blätter, die damals noch in Wien erschienen.

107) S. 164. Dieser Beschluß des Wiener Reichstages, meint der Verfasser von,,Oesterreichs gesctzg. Reichstag" S. 7kl, sei von großer Bedeutung gewesen.Wimdischgrätz hatte gegen ihn die Ucbcrmacht seiner wilden Horden. Mag er anstrcten,mag er siegen! Seine Siege sind die eines Raubmörders" - mit Ninaldo Ninal-dini vergleicht ihn der Verfasser weiter unten,seine Standgerichte Mord, seineUrthcile Verbrechen, seine Regierung und Ordnung Anarchie; sein Thun und Treibenvergrößert nur die Reihe der die Menschheit schändenden Misselhatcn, ist eine Fort-setzung der Geschichte der Banditen und Corsaren." Noch weiter ging ein WienerBlatt, wenn wir nicht irren derGcrad' ans", wo es hieß:Der Reichstag hat alleSchritte des Fürsten Windischgräl; für ungesetzlich erklärt, und somit wird jederösterreichische Staatsbürger, der gegen diesen Beschluß und die in Wien herrschendeOrdnung die Waffen ergreift, zum Hochverräthcr und kann nach den gewöhnlichenStrafgesetze» bestraft werden."

108) S. 166.So war doch auch im Zerrbilde die Macht sittlicher Ideen, so-gar da wo alles im schrecklichsten Umstürze gährte, bcwnndernngswürdig und erhaben."Pich l er, S. 20 f. Erkennte den Ausspruch Börnc'S eitiren:Der Mensch, sogemein auch sein Treiben sei, lebt in Ideen: bis in den Sumpf spiegelt sich derHimmel ab."

10!>) S. 167. Konnte man einem einfachen Alaune solche Reden so hoch an-rcchnen in einer Zeit, wo manche von den sogenannten Gebildeten sich von gleichblindein Hasse ersüllt zeigten? Siehe z. B. Füster, Memoiren II, S. 218:Duwirst ihn noch bis ans den letzten Pfennig bezahlen, Hans Habßbnrg-Lothringen, denSchaden, den Du angcsiistct!" Jetzt wird Füster vielleicht schon zur Erkcnnlnißgekommen sein, daß an dem Schade», den Wien im Jahre 1848 und namentlich inder Octobcrzeit erlitten, er selbst viel mehr Schuld war, als der gntmüthige Monarchund dessen viclgeschmähtc Camarilla. Dnnder erzählt S. 606 f., daß ein Mannin Civilklcidcrn in einem Gaslhanse bedauert habe, daß das langcbliche) Attentat i»Olmüz erfolglos geblieben sei;cs hätten fünf statt eines schießen sollen". Es stelltesich heraus, der Sprecher sei ein Mitglied der Permanenz des VcrwaltnngSrathcS derNalionalgardc gewesen, ans deren Schoße er, obgleich er Entschuldigungen vorzu-bringcn suchte, schimpflich ansgcstoßcn wurde. lieber die damals in Wien herr-schende Stimmung wollen wir noch das Zeugnis einesSchwarzgclbcn" hersetzen,der znm 24. schreibt:Nicht in Frankreich, wo man einen König auf's Blutgerüstführte, dürfte man solche Schmähungen gehört haben, wie sic jetzt über nnsern un-glücklichen Monarchen laut werden. Das ist die Stimme des Volkes, das seit vielenJahrhunderten in der Anhänglichkeit, in der kindlichen Ergebenheit gegen das Fürsten-thnm seinen Ruhm fand! Solche Umwandlung vermag der Gährnngsstoff in kurzerZeit zu erzeugen, den eine Herde Böscwichtcr unter die gcsinnnngslosc Menge schleu-derte!" Gedcnkbuch, S. 23.

110) S. 167. Dnnder, S. 634, stellt die Sache sc dar, als ob die zur Be-wachung der Hosbnrg nbgcschictlestarke Compagnie s. g. Elite-Mobilgarde, vom Bel-vedere kommend", selbst jene Verwüstungen angcrichtct habe. Sollte unter derElitc-Nationalgardc das Elite-Corps gemeint sein, so wäre dagegen zu bemerken, daßdieses erst zwei Tage später, am 25., ins Lebe» trat. Schon ans diesem Grundeglaubten wir den, übrigens sebr allgemein gehaltenen Berichte Dnndcr'S die um-