Anmerkungen.
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eine Löhnung von 50 kr. gesucht, andere Trompeter erhielten 30 kr., dazu das üblicheAusmaß von Brod, Wein und Tabak; ,,Wr, Ztg." v. 24., S. 989.
61) S. 106. lieber den Effectiv-Stand der verschiedenen bewaffneten Corps imOctober etwas einigermaßen verläßliches herauszubringen, ist um so schwieriger, alssich Dunder, von dem man am nächsten Auskunft zu erwarten berechtigt wäre,S. 73 aus einige allgemeine Andeutungen beschränkt und zum 23. October, S. 637,eine tabellarische Uebersicht der Mobilen nnd Sonder-Corps bringt, aus der mannicht recht klug wird. — Vom 26. abwärts hörte jede Berechnung schon darum aus,weil da gepreßt wurde, was den bewaffneten Haufen an Männern in die Hände fieloder was sie aus Wirths-, Schank-, Caffechäusern, ja selbst aus Privat-Wohnungenzusammentreiben konnten.
62) S. 108. F.-Z.-M. Martonitz — nicht F.--M.-L. Martinovics, wie er beiDunder S. 569 f. heißt — wollte, da er sich als „Hüter des ungarischen National-Eigenthnms" betrachtete, ohne höhern Ministerial-Befehl die Pferde nicht ausliefern.Hierauf ertheilte Pulszky am 20. die nöthige Erlaubniß und am 23. empfing derStallmeister Sensel vom N.-G.-O.-C. den Auftrag, die in den Stallungen der un-garischen Garde vorhandenen 40 Pferde abznholeu; 30 davon wurden Bem sür seineLanciers zugewiesen, 10 blieben zum Dienste des Nationalgarde-Obercommandos inder Stallburg.
63) S. 108. Fenneberg I, S. 109 u. a., erzählt außerdem, Jelowicki habeam 23., gleich nachdem die erste Proclamation Windischgrätz' bekannt geworden, sichmit dem Gesandlschaftsbeamten einer fremden Macht berathen und darauf seinenRücktritt erklärt; ,,il tunt <xus js äsxoss Iss urms8", habe er zu Fenneberg gesagt;„muis czusmä 1s, vietoirs ssru n norm, js guräsrni tonjours mon grucis äs co-lonsl". Nach Wnrzbach X, S. 162, dagegen blieb Jelowicki selbst nach jener Pro-clamation in Thätigkcit, mit welcher Angabe auch das in der „Wr. Ztg." Nr. 304veröffentlichte kriegsrechtliche Urtheil llbereinstimmt: einer der vielen Beweise der Un-verläßlichkeit von Fenneberg's Angaben. — Es wurde übrigens im Zeughausefleißig genug gearbeitet. 1 Ober-, 1 Unlcr-Büchsenmacher, 1 Werkführer, 28 Ge-sellen und 6 Handlanger waren fortwährend beschäftigt, Gewehre in brauchbarenStand zu setzen, und lieferten alle Tage 200 fertige Stücke ab, während 150 Leutean der Erzeugung von Schießpulver arbeiteten.
64) S. 111. „Aus deni Lager. Ein Bild ans dem Kriegsleben Wiens". VonD. Bardach. „Oesterr. Courier" Nr. 255, S. 1026.
65) S. 113. „Verzeichnis der unter der Oberaufsicht der medicinischen Facultätstehenden Nolhspitäler und des dieselben leitenden ärztlichen Personals" bei DunderS. 566 f.; siehe auch: „Oesterr. Courier" Nr. 256 vom 25. October, S. 1030.
66) S. 114. Namentlich aufgcführt bei Dunder S. 51—56.
67) S. >15 Hierher gehört auch das wiederholte Vorkommen von falschenPatronen. So berichtete am 23. der Wach-Commandant Flick von St. Marx anden Studentenausschuß, er habe ein „Kistchen" mit Kanonen-Munition empfangen,das sich beim Oeffnen ganz mit Sand gefüllt zeigte. „An der Barricade, wo ichstand", erzählte Fröbel in der Paulskirche am 18. November, „hatte man meinenLeuten Patronen ohne Kugeln ausgetheilt: ich selbst habe Kanonenpatrouen gesehen,die mit Sägspänen gefüllt waren". — Fenneberg II, S. 336*), erklärt diesen Um-stand daraus, daß sich im Zenghause eine Anzahl sogenannter Exercierpatronen, mitdenen bei Recruten das Laden eingeübt zu werden pflegt, befunden habe nnd daß