Anmerkungen.
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sich unter gebildeten und gewandten Personen eben nicht benimmt, geberdet undunterhält. Edel gedacht und gut gezeichnet ist das Verhältnis zwischen dem Gelehrtenund dem Kinde. Wie sich dagegen ein weibliches Wesen von Helenens Anlage, nochganz ersiillt von Liebe, Achtung und Bewunderung für Cäsar, in einen Menschenwie Hektar, an dem überall die Schlacken eines wüsten nichtigen Lebens hängen undder eben erst den tückischesten Schelmenstreich gegen Cäsar begangen, über Hals undKops verlieben kann, das verstehe wer will. Und nun zum Schlüsse noch die blödeScene zwischen dem Gelehrten und Hektor's Mutter! Was i»e Sprache anbelangt,so weiß man nicht, wie viel auf Kosten der jedenfalls sehr nnverläßlichen Druckereizu setzen kommt; wenn aber „wegen" und „ohne" regelmäßig mit der drittenEndung gebraucht werden, so kann dieß unmöglich ein bloßes Versehen des Setzers sein.
51) S. 91. Messenhauser selbst erzählte die Umstände seines Scheidens ans demMilitärstande ausführlich in einem Schreiben, das er am 28. März 1848, unmittelbarnach seiner Vorladung zum „Löblichen Platz-Commando" an vr. L. A. Franklsandte. Frankl veröffentlichte dasselbe erst in der letzten Nummer seiner „Abend-zeitung", 173 v. 24. Oktober, um den „mannigfachen Gerüchten" entgegenzutrete»,„die seit einigen Tagen über unfern (ebenso) thätigen als würdigen Nationalgarde-Ober-Commandanten im Umlaufe sind und die sich namentlich ans die Art undWeise beziehen, in welcher er ans der k. k. Armee trat". Man findet das Schreibenauch abgedruckt bei Fenneberg, Octobcr-Revolution I, S. 97 —101, und beiNitschner, Messenhauser S. 48—52.
52) S. 91. Auf dem Umschläge der fünften Auflage findet sich die deutscheFahne, in deren drei Farben die Motto prangen! „Pulver ist schwarz" — „Blut istroth" — „Golden flackert die Flamme".
53) S. 97. Die näheren Umstände seines Eintreffens in Wien werden in ver-schiedener Weise, zum Theil mit abenteuerlichen Ausschmückungen erzählt; s. „Beinin Wien" (St. Gallen, 1851), S. 1 ff., und „Bruchstück eines Helden ans der Re-volutionszeit" in der „Geißel" Nr. 94—96 (9—12. December 1848).
54) S. 98. I. Michelet gibt in seiner Schrift: „Im kologns mgrt)-rs"(Paris, Oentu, 1863) S. 29 eine Schilderung Bem's, ganz im Geiste jener über-spannten Romantik, womit die Ueberlieferung den Charakter und Lebenslauf diesesMannes zu umhüllen liebte. Er nennt ihn ,,1'Iiommo tsrribls, I'Iiomms Iss, czui8gns armes olmssgit äss eseackrons on Iss dlsssgnt ckn reggrck. — psrsonnsn'g molns Iiai osux czu'il tugit. — HaAUsrs snoors, <junuck Iss volontgirss ckssilssis, kzus Isnr eosur poussg.it gu micki, s'su gllgient mglßrsux sux vsrs Ionorcl sous Is dato» ckss prnssisns: ,Vous gv 62 tzsau Inirs, ckisgisut-ils, Lsmgurg raison cks vous tous. II vit, il vivra! I-es oloslies äspuis mills ans nskcmt czus I'nulionsor. Leontsr-Iss; n'eiitsiiäex-vous xas cju'sllss ckisout: Lsm!Lem! Ilem! bUlss souusnt st scmnsront so» nom stsrnsllsmsnt." — Waswir im Texte von der fascinatorischen Gewalt von Bem's Auftreten sagten, habenwir aus dem Munde eines „Schwarzgelben", der im Oktober eben dazu kam, alsBem an einer Stelle den Bau einer Barrikade befahl und den erst lässigen Leuteneine Rührigkeit einhauchte, als ob daS Stäbchen eines Zauberers sie umgeschaffen hätte.
55) S- 101. Fenneberg II, S. 107 f. Welches der Inhalt des Briefes ge-wesen, wird von ihm nicht näher angegeben; er beschuldigt Bem offenbaren Verrathes,entzieht aber dem Leser das Mittel, über die Richtigkeit der Anklage zu urtheilen.
56) S. >02. Von dem Verlauf und den Einzelnheiten der verschiedenen Gefechteersährt man aus Fenneberg'ö Buch über die Oktober-Revolution soviel wie nichts;