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Anmerkungen.
Gesichtspunkte das Resultat dieses Treffens gering." Die magyarischen Blätter wuß-ten auch Non einem großen Siege über Jelaeic bei Zala-Egerszeg zu erzählen, wor-über ein kaiserlicher Officicr (vor dem Zusammenstoß bei Pükozd und Veleucze) auseine Schwester schreibt: Alle diese Nachrichten „sind salsch und erlogen; Jelaeic warnie in Egerszeg und es wurde bisher noch keine Schlacht geliefert". JanotyckhArchiv III, S. 26. — S. auch „Oesterr. Soldatenfreund" 1850 dir. 120 Beil., wo dieRubrik „Literarisches" eine Stelle „aus einem Privatbricse" abdruckt, dessen Verfasseran den Rückzug Moga's nach Mürtonvüsär anknllpsend auörnft: „Wer also ,bettelte'um einen Waffenstillstand? Wer brach ihn ehrlos? Wer wartete den Angriff garnicht ab? Wer ward also geschlagen? Wo waren die Ungarn, als ein BataillonGradiScancr noch am 2». N.-M. als Vorposten dieselbe Stelle bezog, welche dieUngarn einige Stunden früher zur Schlachtlinic gewählt hatten?"
82) S. 49. Eine komische Scene beschreibt die „Geißel" Nr. 95, S. 396.
33) S. 49. Worte Schuselka'S über den Bericht Prato's in der Abendsitzungvom 9. — Ans diesem Berichte geht durchaus nicht hervor, daß sich Prato irgendverletzende Ausdrücke über Jelaeic und dessen Gränzer erlaubt habe; denn daß diese„zerrissen" und „herabgekommcn" ansgesehen, gaben ihre eigenen Officierc zu. Dem-zufolge müssen wir dem Hanptmann Joannovic durchaus Unrecht geben, wenn erim „Oesterr. Soldatenfr." 1849, dir. 16 Beil, gegen den Bruder des R.-T.-Abgeord-neten, k. k. Lieutenant Victor Napoleon Grafen Prato, ans seiner Behauptung be-harrt, jener habe die Truppen des Bauns als ein „hungriges und zerlumptes Ge-sindel" dargestellt.
34) S. 50. S. auch das interessante Gespräch des Professors Ettingshausen mitJelaeic am 12. Octobcr (Abendbeilage zur „Wr. Ztg." Nr. 184 v. 14. Oct.), wo letz-terer unter andern sagt: „Ich bin kein Diener der Camarilla; mich hat niemand ge-rufen. Ich bin k. k. General, ich commandire k. k. Truppen. Ich vernehme aufmeinem Wege, daß Wien in Aufruhr, der Kriegsminister schmachvoller mordet, derKaiser ans der Flucht war. Wer nur einen Begriff von militärischer Ehre und vonAnhänglichkeit an die Gesammt-Monarchie hat, wird einsehen, daß ich mich in dieNähe Wiens begeben mußte, so wie einer, der einen Brand sieht, in die Nähe des-selben eilt, um zu helfen."
35) S. 52. Privatschreiben eines deutschen Ofsiciers im Lager des Banns inder „A. N. Ztg." 2- 4717. Die Znrückkehrenden erzählten, man habe sic die ganzeNacht vor dem 6. October betrunken gemacht, jedem Mann drei Zwanziger, jedemEorpvral einen Ducaten gegeben und ihnen gesagt, sie sollen sich dem Ausmarschnach Ungarn widersetzen; man wolle nur alle Truppen ans der Stadt sorthaben, umdann den Kaiser ermorden zu können; so seien sie aus Treue gegen ihn geblieben.—In einer Correspondenz ans Baden, ,,A. A. Ztg." S. 4664 wird, offenbar ungenauund übertrieben, berichtet, vom Bataillon Richter wären bereits (15. October) alle bisauf 25 zurückgekehrt; sie hätten sich gegen den Kahlenberg geschlichen und wären dortauf das Regiment Panmgartten gestoßen, von dem sie mit Jubel empfangen worden.
36) S. 54. Der /lr-Lorrespondent der „A. A. Ztg." mußte am 14. sein Schreibenans Baden Per Estaffette bis Neustadt senden, von wo es durch Steiermark überLinz nach Augsburg befördert wurde.
37) S. 55. Eine anziehende Schilderung des Lagcrlcbens vor Wien, der wirdie meisten der in unscrn Text anfgenommcnen Züge entlehnten, findet sich inHack-länder's Nicht-illustrirten Soldaten-Geschichten 1854: „Ans den Briefen eines deut-schen Osficiers in der Armee des Banns von Kroatien", S. 109 ff.