Druckschrift 
1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
Entstehung
Seite
465
Einzelbild herunterladen
 

Anmerkungen,

465

30) S, 41, Ein Ungenannter hat es in der Beilage zu Nr. 329 und 330 der,,A. A. Ztg." v. I. 1869 unternommen, denFcldmarschall-Lieutenant Graf KarlAuersperg" so lautet der Titel des Aufsatzes gegen die Vorwürfe zu verthei-digen, welche dieser wegen seines Benehmens am 6, October vielfach über sich mußteergehen lassen,

31) S, 48, In der Schrift:Die magyarische Revolution" (Pest, Heckenast, 2, Ausl.,

1850) S, 52 werden Zapary (vielleicht Graf Gejsa SzapLry, Lieutenant bei Sachsen-Kürassieren. der, nach der Revolution degradirt, in der zweiten Hälfte der fünfzigerJahre als Cadet bei Rcnß-Husaren wieder eintrat), Kiß und Mühlbach als jene ge-nannt, die Moga zu Jelacic geschickt habe. Der Verlust der Granzer, die sich beiPäkozd und Velencze sehr wacker geschlagen hatten, betrug 25 Todte und mehr als60 Verwundete; die Ungarn verloren 50 durch Gefangenschaft, die Zahl ihrer Todtenund Verwundeten istnie der Wahrheit gemäß angegeben worden", 'Uebrigens enthältdie Darstellung einige offenbare Verstöße; so läßt der Verfasser den Major Jvänkabei Velencze in Gefangenschaft des Banns gerathen. was erst vier Wochen später vorWien geschah, und macht ans dem Major Fligely einen G,-M. (Generalmajor),Bei einem Vorpostengefechte, das der Affaire von Velencze vorherging, stießen die ab-trünnigen Banderial-Husaren ans eine Abtheilung der trcugebliebencn. Doch fastgleichzeitig riesen beide:Nicht, nicht ans die Grünen!" und wandten sich die kaiser-lichen gegen die Pester berittene Nationalgarde, während sich die Kossnthischcn miteiner Abtheilung Hardegg-Kürassiere zu schaffen machten. Das Gefecht siel zum Vor-theil der Kaiserlichen aus,O unser schönes Regiment", ruft der Erzähler diesesZwischenfalles (,,A, A, Ztg," Beil, zu Nr, 299, S. 4717) aus,wie hat mir das Herzgeblutet, als ich so unsere grünen Dolmans fliehen sah, trotzdem daß sic jetzt gegenden Kaiser fochten!" Zwei einander ergänzende Berichte über die Gefechte am 29,finden sich in deniMroäm Uorvin^" Nr, 163, S, 640 f,, und Nr, 172, S. 676:der letztere rührt von einem Ossicier im Haupt-Corps des Banns her, der ersiere vondem freiwilligen Serezaner Paja Carlovic, der am linken Flügel unter Kempen stand.Nach diesen Angaben verloren die Gränzer am linken Flügel 18 Mann an Todten,26 an Verwundeten, tödteten aber den Ungarn über 60 Mann; im Haupt-Corps desBanns zählte man 30 Todte und 40 Verwundete, wogegen der Feind 40 Manndurch Tod, darunter 2 Osficiere, und 37 durch Gefangenschaft verlor: die Zahl derVerwundeten im Heere Mogas konnte nicht angegeben werden, da die Ungarn ihreBlessirten mit sich nahmen. Die magyarische Partei ichrie bekanntlich in alle Welthinaus und alle Wiener October-Blätter schrien es ihr nach: Jelacic sei bei Velenczeauf's Haupt geschlagen worden, habe um einen dreitägigen Waffenstillstandgebettelt"und diesen sodann, gegen die verabredeten Bedingnisse,ehrlos" gebrochen, um sichauf und davon zu machen. Wir haben uns leider vergebliche Mühe gegeben, überden Inhalt der zwischen Jelacic und Moga getroffenen Uebcrcinkunft etwas ver-läßliches in Erfahrung zu bringen. Hirtenfeld'sBan Jelacic; biographischeSkizze" (Wien, Auer, 1861) läßt uns völlig im Dunkel, indem er S. 33 darübermit den Worten hinweggleitet:Die Darstellung dieses Feldzuges gehört nicht in denBereich dieser Skizze". Ja, wohin gehört sic denn, wenn nicht in eine Biographiedes Banns Jelacic? Es scheint also, daß Hirtenfeld ebensowenig auffinden

konnte, wonach wir suchten. Daß übrigens das Treffen bei Velencze keinen Erfolgfür die Ungarn gehabt, geht aus dem Sie ges-Bulletin Moga's selbst hervor, worines heißt:Obwohl unser Heer einen vollständigen Sieg errungen hat, indem essich in seiner ersten Stellung behauptete (?!), so ist doch vom militärischen

30