AnmerkungeU.
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21 v) S. 30. Wir hatten unser Urtheil über den Octobcr-Reichstag schon langeniedergcschrieben, als uns die Schrift ron William H. Stiles, gewesenem amerikani-schem Geschäftsträger in Wien: „Austria in 1848—1849" etc. (I-onckon, 8nmx-
son D,o^v, 1852) in die Hände kam, die sich sowohl über die Charakterlosigkeit alsüber die Beschlußunfähigkeit des Wiener Rumpf-Parlaments zum Theil in noch schär-ferer Weise ausläßt als wir. So heißt es II, S. 122: „Ltrnugs eonelusions,iuckeock, botli ol rnvrrrlit)- nncl xoliv)-, rvliiöli oonlck Irnvv ckiotutöck tlls uiurcknrok tliö empsror's ministör, tliö rolaliör^ ok Ins nrsönnl, tim söiüing ol wll Inspoevör, nnil Illen llösitntö to tallö tliö stöps most nööössnr)- kor tllöir ckelenoö,or best onleulwtöä to eure)- tlrsir xwrposes iuto etkeot." Und 11, S. 144:„Huck tüö)- lleen oupwlllo ol governing, tlle^ rvoulck nt tliis mowönt lluvellesn suprems nt Vionnn. Nlls^ ooulcl not Avvorn, tllo^ morvl^ snntolmil nttlls rsius, nncl wlterrvnrck, evllvn tim llorsss evsrs nt lull sxööck, avers ns povver-ioss to Auiclö ns to elleell t.lleir mnei eureer."
22) S. 31. „Oesterr. Correspondent" Nr. 32 v. I. 1849, S. 126 f.: „ZurGeschichte der Octobertage; Erinnerungen eines Gemeiudcrathes".
23) S. 32. „Die Wahrheit liegt nun am Tage. Reichstags-Deputirten sinderbrochene Correspondenzen, aber auch solche zugekommen, die man uugescheut mit demSiegel des Ober-Commandos wieder geschloffen hatte; einige dieser Briefschaften tru-gen sogar die Bezeichnung: .Gesehen Bioland'. Mehrere Postbeamte haben bestimmtansgesagt, daß sie zur Ansfolgnug der Correspondenzen an die Machthaber unsererSchreckenszeit durch lebensgefährliche Bedrohung verhalten wurden". Gcdcnkbuch einesAugenzeugen S. 38. — In einer Badener Corrcspondenz v. 22. Oetober in der,,A. A. Ztg." S. 4756 heißt es: „Sehr viele Briefe kommen hier eröffnet an, und es istGrund zu glauben, daß es zweimal geschieht, in Wien und dann im Hauptquartier."— Das Unterschlagen der Briefe fiel natürlich meist in die erste Hälfte des Oetobcrs,weil gegen Ende des Monats überhaupt keine Posten entkamen und abgingeu. Inden Provinzialstädtcn machte sich das häufig fühlbar. So hatte eine Wiener Parteiin den Tagen vom 7.—12. vier Briefe nach Nitolsburg geschickt, von denen nichteiner an seine Adresse gelangte. Eigeuthümlicherweise kam dagegen dahin ein nach„Judenbnrg" gerichtetes Schreiben. S. auch „A. A. Ztg." S. 4948 f., wo es u. a.heißt: „Sedlnieky und seine Sbirren waren unschuldige Kinder gegen unsere Matadoreder Freiheit."
24) S. 32. „Brestel wurde so weichmüthig, daß er nicht mehr zu erkennen war,sprach beständig von Versöhnung und Frieden; Fischhof verlor keineswegs den Muth,aber die Hoffnung, darum schwieg er" w. Oesterreichs gesetzgebender Reichstag mitbesonderer Berücksichtigung der polnischen Deputirten (Posen, Znpanski, 1850), S. 73.
25) S. 33. In der Gemeinderathssitznng vom 23. wurde darum der Antraggestellt, es sollten jene Mitglieder, die in drei aufeinanderfolgenden Sitzungen ans-blicben ohne einen Grund ihrer Verhinderung anzugeben, nach vorausgegangenernamentlicher Aufforderung in der „Wiener Zeitung" als ausgetreten betrachtet und fürihre Stellen neue Wahlen ausgeschrieben werden.
26) S. 35. Ein Studiosus Juris Franz Köcher hat in der „Wiener Zeitung"Nr. 312 vom 2l. November, S. 1133, ein offenes Schreiben eingerllckt (nachgedrucktin der „Grätzcr, Laibacher, A- A. Ztg" re.), worin er sich in den bittersten Aus-drücken über das „schändliche Spiel" beklagte, das man mit den Studenten getrieben.„Wenn wir Studenten in jugendlichem Eifer und Ncbermnth zu weit gingen, wertrieb uns dazu? wer leitete, ermuthigte uns, wer gab uns die Mittel dazu?