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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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434 III. 33 . Nachspiel in Lemberg, 1. und 2. November.

marschirten Abtheilungen von Nationalgarde auf, während sich eineaufgeregte Deputation zum Connnandirenden begab, die unverzüglicheBestrafung des beschuldigten Kanoniers zu verlangen. Hammersteinversprach strenge Untersuchung, doch erst am morgigen Tag, da derZapfenstreich die Soldaten bereits zur Ruhe gerufen habe. AuchOberstlieutenant Nemec von Elbeustein wurde bestürmt, seine Mann-schaft sogleich ausrücken zu lassen; ein vierzehnjähriges Mädchen er-klärte sich bereit den Schuldigen herauszufinden. Als Nomec dieUngestümen in entschiedenem Tone auf den morgigen Tag verwies,wurde über Verrath geschrien; man wolle den Kanonier verstecken,hieß es, oder in der Nacht entwischen lassen.An die Barricaden!"wurde gerufen;nieder mit Hammerstein! Pereat die Reaction!"Die Menge zerstreute sich in der Stadt, durch welche der Ruf:vc>rUroiri, cko öbi-oni!" (zu den Waffen) hallte. Zu zwei und dreigingen einige Personen durch alle Straßen, ließen die Fenster beleuch-ten, ordneten die Aufführung von Barricaden an, drangen in die Häu-ser, Einrichtungsstücke zum Bau derselben zu requiriren. Eine großeAnzahl von Nationalgarden sammelte sich im Rathhausgebäude, umihre Officiere zu erwarten, nach denen geschickt wurde. Gegen 8 UhrAbends kam dem Artillerie-Oberstlieutenant die Meldung zu, daß eineAbtheilung Nationalgarde über den Heumarkt gegen das Zeughausmarschire. Er schickte den zur Bedeckung der Geschütze commandirtenGrenadier-Oberlieuteuant v. Dillmann mit dreißig Mann aus, derden Nationalgarden den Weg vertrat, seine Grenadiere schußfertighalten ließ und ein paar Schritte vortretend jene aufforderte, sichauf den Ring, ihren Sammelplatz, zu verfügen; als dieß geschah,rückte ihnen Dillmann eine Strecke nach und besetzte dann die zumkleinen Zeughaus führende Dominicanergasse. Die Trommeln derNationalgarde und akademischen Legion wirbelten durch die Straßen,von den Thürmen ertönte Sturmgeläute, schon wollte man einzelneGewehrschüsse vernommen haben, ohne daß man von einem eigent-lichen Angriffe wußte, als mit einemmal, es war gegen halb zehnUhr Abends, drei Kanonenschüsse das Zeichen gaben, daß die Gar-nison ihre Alarmplätze zu beziehen habe. Hammerstein warf sichauf's Pferd und begab sich zur Truppe, die er von da an bis zumletzten Augenblicke nicht verließ.