Fortgesetzter Einmarsch der Truppen,
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Kaffeehaus am Eck der Währingergasse ein. Von FicquelmonllDragonern blieb der Regimentsstab in Weinhans und eine Escadronin Dornbach; eine andere kam in das rothe Hans am Alser Glacis,wo die fürstl. Esterhazy'sche Reitschule für Mann und Pferd will-komincneUnterkimft bot; eine dritte ritt in die Leopoldstadt. Daspolytechnische Institut wurde von der Grenadierdivision Reisinger inBeschlag genommen, die später in die Getreidemarkt-Kaserne verlegtwurde. Abtheilungen der Brigade Sanchez marschirten durch dasKärntnerthor auf den Hof, besetzten das Hofkriegsrathsgebände unddie Liechtenstein'sche Reitschule in der Herrengasse. Aus der Leopold-stadt sandte Namberg Truppen über die Ferdinandsbrücke zum Rothen-thurmthor, dessen Verrammelung sie wegränmten. Ein großer Hansenabgelegter Waffen war bei der Thorwache aufgeschichtet; die Geschützeauf den Wällen standen verlassen und wurden in das kaiserlicheZeughaus überbracht. Durch das wieder gangbar gemachte Thorzog ein Bataillon Fürstenwärther mit klingendem Spiele gegen dieSalzgries-Caserne, die es besetzen sollte; man fand aber das Inneredes Gebäudes in einem so nnfläthigen Zustande, daß die Truppees vorzog, für's erste auf dem Walle unter freiem Himmel ihr Lageraufzuschlagen. Andere Abtheilungen der Division Ramberg kamenans den Hof, in das Zeughaus in der Nenngasse; die Rothenthurm-thor-, Biber- und Dominicaner-Bastei wurden mit Infanterie undkais. Geschützen besetzt rc. Den Oberbefehl über alle in Wien ein-marschirten Truppen führte einstweilen F.-M.-L. Csorich.
Es galt noch die beiden Mittelpunkte der letzten Bewegung indie Gewalt zu bekommen. Schon am frühen Morgen konnte manunter den Gränzern den Ruf: „Ola, Ola!" vernehmen; es war ihnender verrufenste Winkel in Wien, der Herd und Brennpunkt allesUnheils, das über ihren Kaiser gekommen. Am gestrigen Abend hatteman sich noch nicht getraut, vom Stephansplatz ans das nahe Uni-versitätsgebäude zu besetzen; man hatte vernommen, es sei in furcht-baren Vertheidignngsstand gesetzt, Studenten und Proletarier hättengeschworen, es mit ihrem letzten Blutstropfen zu vertheidigen^c-). Alsam Morgen des 1. Nov. eine Streif-Patrouille vom Regiment Kaiser,von Lieutenant Pehm geführt, in die Nähe des Universitätsplatzeskam, fand sie ihn still und verlassen; man nahte sich vorsichtig demGebäude, man drang in's Innere und eine Handvoll verspäteter