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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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396 tll 28. Bombardement der inner» Stadt, 3>. October N. M.

net hinauf, fanden aber niemand mehr; einer von ihnen knüpfte seinweißes Sacktuch an einen Luntenstock und schwenkte es gegen dasMilitär. Das Feld war jetzt wieder rein; doch nicht für lange Zeit.Die nächst dem Kaisergarten postirten Mobilen warteten noch immerauf ihren Anführer, bis sie zuletzt inne wurden, daß er sie in ande-rem Sinneangeführt" d. h. sich selbst aus dem Staub gemachthabe, um der jedenfalls bedenklichen Entwicklung der Dinge fern zubleiben. Die Mobilen sahen sich eine Weile betroffen an, ergossensich in Schimpfreden über denSchurken" von Officier, der sie imStich gelassen, machten dann Kehrt und marschirten zurück in dieStadt, als ihnen auf dem Lobkovic-Platz es war ungefähr halbdrei llhr N.-M. ein neuer Haufe von einem Legionär geführtentgegenkam, der sie zum Anschluß und zur Umkehr zwang. Es warenMobile, bewaffnete Arbeiter, auch einzelne Studenten und National-garden ; zwei Kanonen, die eine von Pferden, die andere von vorge-spannten Leuten gezogen"^), befanden sich im Zuge, der zur Basteihinauf, am Erzherzog Albrecht-Palais vorbei marschirte und dann imSturmschritt mit dem Ruf:Verrath, Verrath!" auf das Burgthorlosgiug, das nun von neuen: geschlossen und verrammelt wurde. EinTheil der Ankömmlinge stürmte hinan auf das Plateau ober demThore und griff die dort befindlichen. Garden an, die nur durchschleunige Flucht gegen den Kaisergarten, wo ihnen ein Hofgärtnerrasch eine unbeachtete Gitterthür öffnete, sich zu retten vermoch-ten "6"). Die früher zum Thore hinausgetretenen Parlamentäre warennun ausgeschlossen, ohne eine Ahnung zu haben, was hinter ihremRücken vorging. Hartlieb und Csorich waren ihnen entgegengerittenund befanden sich mit ihnen in Verhandlung, als plötzlich Schüsseauf sie herabfielen und die Gruppe nach allen Richtungen ausein-anderstob. Ein reiterloscs Pferd sprengte erschreckt querfeldein unddas Gerücht verbreitete sich,ein General" sei gefallen; es war abernur ein Hanptmann der Suite, Vandenesse, und auch dieser war nichtgefallen", sondern bloß gestürzt. Jetzt wurden auch die Kanonenans der Bnrgthorbastei in Thätigkeit gesetzt und Schuß auf Schußsiel gegen die kaiserlichen Stallungen. Fast um dieselbe Zeit, unge-fähr 3^.4 N.-M., wurde auch vom Kärntnerthor auf das nächst dersteinernen Brücke ausgestellte Militär zu schießen begonnen; ein Offi-cier stürzte tödlich getroffen, mehrere Kanoniere, die arglos auf ihrem