Vorgänge vor dem Bnrgthor.
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abgesehen zu haben. Eine Schleich-Patrouille, etwa ein DutzendKöpfe stark, sah man von der Augustinerbastei gegen den Schwibbogenunter dem Rittersaal herankommen; hier warf sich aber der Hof-zimmerputzer Daßler mit drei Andern von der kaiserlichen Diener-schaft auf den Anführer, riß ihm die Waffe aus der Hand undnahm ihn fest, worauf die übrigen ihre Gewehre wegwarfen und davon-liesen. Ein Trupp Nationalgarden wurde in das Innere der Burggezogen und in den Augustinergang beordert.
Man traf jetzt Anstalten das Burgthor für den Einzug desMilitärs zu öffnen. Die an den Aufgängen zu den Basteien postir-ten Mobilen wurden bewogen abzuziehen; ein paar Leute eilten aufdas Plateau ober den: Thors und steckten eine weiße Fahne ans.Eine Anzahl Hofburg- und Sicherheitswachen eilte über den leerenPlatz zum Thors und begann die Steinverrammelung wegznräumen;ein Legionär, der dazwischen trat und sich dagegen setzte, wurde fcst-genommen und auf die Burgthorwache in Sicherheit gebracht. Nach-dem ein Herbeigerufetter Schlosser das Thor aufgesperrt hatte, begabsich einer der Platz-Officiere mit etwa zehn Hofburgwächtern, anihrer Spitze ein N.-G.-Fahnenträger^"), auf das Glacis hinaus, umdem Militär anznzeigen, daß der äußere und innere Burgplatz freisei. Das war aber, ohne daß sie davon Kenntnis hatten, in die-sem Augenblicke schon nicht mehr der Fall. Während der eben ge-schilderten Vorgänge nämlich war eine Abtheilung von etwa zwei-hundert Mobilen auf der Augustinerbastei erschienen; nächst demKaisergarten gebot der Officier Halt, versorgte seinen Säbel und ent-fernte sich, wie um auszukundschaften was auf dem äußern Burg-platz vorgehe. Seine Leute machten sich in der Zwischenzeit aller-hand zu schaffen. Während einige durch die in der Nähe befindlicheGlasthür in den Augustinergang zu dringen versuchten — „dieSchwarzgelben hätten in der Burg Pulver versteckt, dem müsse nach-geforscht werden", sagten sie —, aber von den dort postirten National-garden zurückgewiesen wurden, schlichen sich andere auf die Burg-bastei, von wo sie, durch die Brustwehr geschützt, bis auf das Thorkrochen, die dort aufgepflanzte weiße Fahne Herabrissen und dannschnell wieder den Rückweg antraten. Als man unten das Verschwin-den der weißen Fahne bemerkte, wurde eine Anzahl Nationalgardenbeordert, das Plateau zu säubern; sie stürmten mit gefälltem Bajon-