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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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ZZZ III. 26 . Verwirrung und Zwiespalt unter den Aufständischen.

Seite als Interims-Commandant", wie er sich in der Zwischenzeitgezeichnet hatte, niemals anerkannt worden war. Unter den Mobilenaber rief das neue Leidenschaft hervor; von Messcnhauser, sprachensie, würden sie keine Befehle mehr annehmen. Im Studentenaus-schüsse wurde der Vorschlag gemacht, Messenhanser und Fennebergsollten den Oberbefehl gemeinschaftlich führen, als Auerbach erschienund seine Beobachtungen vom Stephansthurm mittheilte. RobertBlum, in sehr aufgeregter Stimmung, mochte davon nichts hören.Fortwährend trafen Führer der bewaffneten Corps ein, die in denleidenschaftlichsten Ausdrücken gegen die Waffenstreckung sprachen.Der Universitätsplatz zeigte wüste Gruppen, unter denen die Amazo-nen zahlreich vertreten waren. Eine, n I'onlkwt frisirt, hob den rech-ten Arm immer hoch empor und perorirte gegen die Feigheit derMänner, die sich von den Frauen beschämen ließen. Ein Truppbewaffneter Weiber ordnete sich und marschirte ab. Gefährlicher warein Haufe Männer, der sich zusammenschaarte: ,,Wir ziehen in derStadt herum", sagten sie sich,und wo wir einen Schwarzgelbentreffen, schießen wir ihn nieder." Auerbach, der in diesem Augenblickeauf der Vortreppe des Convictsgebäudes stand und dieß hörte, gabsich alle Mühe zum Wort zu kommen:wie sie denn in der Dunkel-heit die Schwarzgelben erkennen wollten? ob sie nicht Gefahr liefen,Unschuldige zu ermorden?" Das wirkte. Ein hinzutretender Stei-rer sprach in gleichem Sinne.Gut", rief einer aus den Reihen;dann wissen wir was wir thun; wir ziehen nach der Burg, verbren-nen den Thron und sägen dem Kaiser Franz den Kopf ab." Andereschlugen vor das Kapucinerkloster zu stürmen, die Särge aus derGruft hervorzuholen und sie dorthin zu stellen, wo sie die Kugelnder Kaiserlichen treffen müßten.

Die Lage der Stadt war um so bedrohlicher, als die bösenElemente fast ganz sich selbst überlassen waren. Im Vertrauen ansdie eingegangene Capitulation und in der besten Absicht, sie nicht zuverletzen, hatten sich die meisten höheren Officiere der verschiedenenCorps sowie der größte Theil der Nationalgarde bereits zurückgezo-gen und mochten nicht neuerdings ans den Schauplatz, den sie ver-lassen, zurückkehren. Messenhauser bot noch in später Abendstundedie Stadt-Garden auf; in einem Bezirke fanden sich auf die Alar-mirung nicht mehr als fünfzehn Mann ein. Er beorderte die Brünner