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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Blum und Feuucberg gcqen Messcuhauscr.

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weisen könne, bis mit dem Gemeinderathe das nöthige verhandelt sei.Nach einiger Zeit erschien Fenneberg; er hatte sich von einer Abthei-lung der Mobilen auffordern lassen, an die Stelle Messenhauser's zutreten. Jetzt erst ließ sich der Ausschuß Hinreißen, ein Schreiben anMessenhauser aufzusetzen, worin dieser zum Rücktritt aufgefordertwurdet--). Eines der Mitglieder wurde auf den Stephansthnrmabgesandt. Mit hoch erglühenden Wangen, denen man die Hast desGanges und der innern Aufregung ansah, erschien der Student aufdem Gerüste und überreichte Messenhanser das gefaltete Papier.Messenhauser nahm es, überlas es zweimal, nickte dabei, wie in Ge-danken verloren, legte es wieder zusammen und hielt es Auerbachhin mit den Worten:Was sagen Sie dazu?"Daß Sie antWorten werden, Ihr Ober-Commando nur in die Hände jener zurück-legen zu können, von denen Sie es empfangen haben."" Mit einemBleistift, den ihm Anerbach lieh, schrieb Messenhanser in diesem Sinneseine Antwort auf die Rückseite des Schreibens und fertigte damitden Ueberbringer ab. Auf dem Thurme war es abwechselnd lebendigund wieder still. Von Zeit zu Zeit kamen Einzelne oder Deputa-tionen, die den Befehl zum Losschlagen verlangten; man wollte dieLeopoldstadt angreifen, das Jnvalidenhaus in Brand stecken u. dgl.Messenhanser blieb fest.Es ist an keinen Widerstand mehr zu den-ken", sagte er,die Ungarn sind geschlagen, alle Mittel zur Ver-theidigung erschöpft." Allmählig verdichteten sich die Nebel, Däm-merung brach ein. Messenhanser und Auerbach wieder allein, beideSchriftsteller, unterhielten sichvom Handwerk", von darstellenderPoesie, von Bühnen-Effecten; Messenhanser sprach von dramatischenPlänen, die er habe als eine neue Unterbrechung eintrat.

Der Bescheid, den Messenhanser auf das Schreiben des Studenten-ausschusses gegeben, hatte diesen , in nicht geringe Verlegenheit ge-bracht. Das Gegründete der Einwendung des Ober-Commandantenließ sich nicht längnen und man würde ohne Zweifel ans die rechteBahn eingeleukt haben, wenn nicht Hetzer gekommen wären, die eszu einer überlegten Berathung nicht kommen ließen. Blum erschienwieder und ereiferte sich: der Studentenausschuß möge sich an denGemeinderath und die Permanenz, die ans Einstellung der Feind-seligkeiten drängen, nicht kehren.Leute", sprach er,der Neichstags-ausschuß bildet eine schwarzgelbe Verschwörung; Ihr müßt rasch Han-