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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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376
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Z76 IH- 26. Verwirrung u. Zwiespalt unter den Aufständischen, 30.31. Oct.

dein oder Ihr seid verratheil!" Andere hielten ihnen vor, wie jader Studentenausschuß es gewesen, der vor vierzehn Tagen Messen-hanssr zuin Ober-Commaudanten vorgeschlagen, und wie es daherauch jetzt Sache des Comitss sei, ihn von seiner Stelle zu entfernen.Fenneberg that das seinige, die Bewegung auf der Straße zu schü-ren, obgleich er sich den Schein gab, sie zu dämpfen. Hauck brachmit etiler Abtheilung des Elitecorps vom Universitätsplatz ans, denStephansthurin zu umstellen; eine andere, etwa fünfzig Köpfe zäh-lend, marschirte nach der Stallburg, um sich Schaumburg's und an-derer des Schwarzgelbthums verdächtiger Officiere zu versichern;Sternau besetzte mit seinen Mobilen alle zum Gemeiilderathsgebäudeführenden Straßen. Nun setzte sich eine neue Sendschaft des Studenten-ausschusses an Messenhauser in Bewegung; Becher, Hammerschmidt,Löwenstein, Schütte schlossen sich an. Es dunkelte bereits es war5 Uhr N.-M. vorbei und die Ersteigung des Stephansthurmsging ziemlich langsam vor sich; in der Thürmerswvhnung fand sichniemand vor, man mußte auf das Gerüst hinaus, wo Messeuhausernoch immer weilte. Er lehnte an einem Hvlzpfeiler, stumm in dieGegend hinausblickend, und fragte die Ankommenden theilnahmslos,was sie wollten. Man sagte:er habe das allgemeine Vertrauenverwirkt; es werde von ihm verlangt, er solle abdanken". Messen-hauser erwiederte:Meine Herren, es ist gegen mein Gewissen undmeine Ueberzeugung, den Kampf länger fortzusetzen; die Capitulationist abgeschlossen, auf einen Sieg der Ungarn nicht zu rechnen." Gold-mark ergriff das Wort und sprach in Messenhauser's Sinne:auchkönne der Ober-Commandant", fügte er hinzu,seine Abdankung nurin die Hände derer znrücklegen, von denen er sein Amt erhalten."Auerbach gerieth mit Becher in einen heftigen Wortwechsel, bis ihneiner voll der Deputation beiseite nahm und ihm in's Ohr raunte:Sie reden sich um den Kopf; Fenneberg ist bereits Commandant,Messeuhauser mag nun noch machen, was er will." Fenneberg warmittlerweile unten auf dem Platze erschienen und flog von einerGruppe zur andern. Schon forderte man laut Messenhauser's Kopf.Einige von Hauck's Eliten, vom Arbeiter-Corps, von der Mobilgardestürmten mit ihren Waffen den Thurm hinauf, den bisher nur Un-bewehrte betreteil durften. Oben gab es jetzt eine wilde Scene.Einer vom Arbeiter-Corps trat vor und verlangte ungestüm in ran-