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lll. 25. Schlacht bei Schwechat am 30. Oetobcr.
des Hofraths Komers, des Gubernialraths Breinl und des Kreis-CommissärS Weidete die Verhandlungen zum Abschluß bringen sollte.
Dieses waren die Zustände und Stimmungen, die Vorbereitungenund Erwartungen in Wien und seinen Vorstädten, als zwischen 0und 10 Uhr V.-M. die Kunde wie eilt Lauffeuer durch die Stadtflog: „Die Ungarn sind da! Sie stehen schon vor der St. MarxerLinie; Kossuth kommt mit einer Armee von 50000 Mann." Diesinnlosesten Mährchen kamen wieder auf. „Ein Bauer habe ausgesagt,daß sich bei Fischament" — also im Rücken der vor der St- MarxerLinie stehenden Ungarn? — „zwei kaiserliche Officiere über die Donansetzen ließen und daß er hörte, wie Windischgrätz zu ihnen'gesprochen:Nur leid thut es mir, daß die Ungarn das schöne Cavallerieregimentgefangen genommen haben!" In den Vorstädten, hieß es in Wien,habe bereits alles wieder zu den Waffen gegriffen; von der Lerchen-felder Linie sei die Meldung eingetroffen, daß eine Kanone und50 Kroaten gefangen genommen wurden. Gleichzeitig falle der Land-sturm aus Steiermark Windischgrätz im Rücken an; viele Com-pagnien Tyroler Schützen seien im Anzuge u. dgl. m. In der Stadttheilte sich die Stimmung zwischen Glauben und Unglauben, zwischenneu sich belebender Hoffnung der Einen, wieder zunehmender Angstund Besorgnis der Andern. Viele eilten auf die Basteien, sahen undhorchten hinaus; als sie nichts wahrnahmen, brachten sie die sichereUeberzeugung' zurück, daß es nichts sei, wie es noch jedesmal nichtsgewesen. Diese Meinung war überhaupt bei allen Besonnenerendie vorwaltende. In der Winterreitschule benützte Schuselka sehr ge-schickt den Umstand, daß die gestrige Deputation nach Hetzendorf dortalles im tiefen Schlafe gefunden, als offenbaren Beweis, daß an derneuerdings verkündeten Annäherung der Ungarn nichts wahres seinkönne. Selbst von den Mobilen und Freiwilligeil mochten sich viele„nicht abermals foppen lassen". Mall sah Trupps von Bewaffnetenzur Universität ziehen, um dort ihre Gewehre abzulegen, wobei sieüber die „neuerdings erlogene" Hilfe der Ungarn allerhand Späßemachten. Es war die alte Geschichte von dem Hirtenjungen, der sooft „der Wolf kommt" geschrien hatte, bis ihm zuletzt die Andernnicht mehr glaubten und ihn, da jener nun wirklich kam, im Stich ließe».
Allein deir Ausschlag gab die große Masse, von deren wildfrohlockendem Ungestüm alle Abmahnung und Gegenrede übertänbt