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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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Gegenseitige Kanonade.

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Bataillon nach Hetzendorf und von da auf der Eisenbahn nach Neu-stadt abgehen zu machen, um die dortigen Pulverdepots und dasRaketendörfel zu beschützen. An der Schwechat nahm das beider-seitige Geschützfeuer von Viertelstunde zu Viertelstunde au Heftigkeitzu. Görgei, der vier Bataillons, sechs Züge Husaren und vier Ge-schütze unter seinem Befehle hatte, nahm auf einer Anhöhe gegenSchwechat eine vorteilhafte Stellung. Im Markte gerieth ein Hausund eine vollgefüllte Scheuer in Brand; die Einwohner flüchtetenund verkrochen sich, während Kanonenkugeln über ihren Köpfen hin-sausten, dröhnend in die Mauern schlugen, sich wühlend in den Bo-den gruben.

Nur aufwärts von Schwechat war noch alles still. Fürst Liechten-stein hatte Befehl erhalten, mit seiner Kavallerie einen Flankenmarschanszuführen und sich mit aller Kraft auf den linken Flügel des Fein-des zu werfen. Den Beginn dieser Bewegung wollte der Banns ab-warten, ehe er im Centrum das Zeichen zum Angriff gab. Leiderblieb die Ausführung hinter diesem wohlausgedachten Plane, der dasHeer Moga's theils aufgerieben theils in die Donau gesprengt habenwürde, weit zurück. Theils die Nebel, die nicht weichen wollten,theils die schmalen Brücken über den Wiener-Neustädter Canal unddie Schwechat, die bei Maria-Lanzendorf übersetzt wurde, verzögertenden Marsch der langen Reiter-Colvnnen, die viel später, als Jelacicwünschte und erwartete, das jenseitige Ufer erreichten.

Aber auch auf ungarischer Seite machte man keine Fortschritte.Wartete Jelacie auf das Hervorbrechen des Fürsten Liechtenstein, sowartete Kossuth auf das Hervorbrechen der Wiener. Jeden Augen-blick hoffte er die Colonnen der Aufständischen im Rücken der kaiser-lichen Truppen ausfallen zu sehen, das Krachen ihrer Geschütze zuvernehmen. Das Centrum der ungarischen Armee war im Begriffeweiter gegen Schwechat vorzurücken, als ein Befehl des Ober-Com-mandanten Halt gebot. Man befand sich im Bereiche des wirksam-sten Feuers der kaiserlichen Geschütze. Görgei eilte auf den Platz,wo sich Moga, von Kossuth, Pulszky und mehreren Deputaten um-geben, befand und versuchte Vorstellungen gegen den ihm zuge-kommenen Befehl. Doch Moga erwiederte trocken: ,, Ich befindemich da, von wo ich das Ganze überschaue, und Sie vollziehen schwei-gend meine Befehle!" Kossuth wollte sich in's Mittel legen. Allein