Guyon nimmt Mannswerd.
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Schwechat beordert, um die Uebergänge bei Nannersdorf und derRothen-Mühle zu besetzen- Zugleich stellte der Feldmarschall die ge-stimmte Cavalleriereserve seiner Armee, mit einem Theile der Caval-lerie des ersten Armeecorps eine Neitermasse von 33 Escadronsmit 2 Cavallerie-Batterien und 6 Raketen-Geschützen unter dem Be-fehle des Fürsten Franz Liechtenstein, zur Verfügung des Banns, dersie nächst dem Schutzengelkreuz oberhalb Unter-Laa in Bereitschafthielt. Außerdem wurden die gleichfalls aus der Leopoldstadt her-übergezogene Brigade Frank, dann 4 Bataillons des Fürsten Jablo-nowski, das Landwehr-Bataillon und das 2. Feld-Bataillon Kheven-hüller von den Generaleil Sanchez und Schütte ans dem Laaer Bergzusammengezogen, von wo sie als Reserve des Banns je nach Bedarfentweder in die Gefechtslinie an der Schwechat vorrücken oder einemvom Feinde beabsichtigten Umgehen vom Süden her die Spitze bie-ten konnten. Aus dem Hauptquartier des Banns zu Roth-Neusiedlgingen an die Generale die Detail-Dispositionen für die bevorstehendeSchlacht ab*). Die verschiedenen Truppenbewegungen währten denganzen Sonntag hindurch; einzelne Abtheilungen rückten noch spätAbends in Schwechat, in Nannersdorf, in Mannswerd ein; in letzte-rem Orte feuerten, in der Dunkelheit sich gegenseitig verkennend,Jäger und Gränzer aufeinander. In Schwechat und in Mannswerdwurden aus Brückengeländern, Bierwagen und anderem Holzwerk Barri-kaden aufgerichtet. In den Wirthshäusern war alles angefüllt und vollLeben, die ganze Nacht hindurch gab es keine Ruhe. Drüben schimmertendie Wachtfeuer der Ungarn in verschwommenen Umrissen durch dennächtlichen Nebel; die bald muntern bald wehmüthig ergreifenden Weisendes Rüköczymarsches klangen zu den kaiserlichen Vorposten herüber.
Zeitlich morgens am 30. begab sich Fürst Windischgrätz mit sei-nem Stabe auf den Laaer Berg. Bei dem starken Nebel, der überder Gegend lag, ließ sich nichts wahrnehmen; doch einzelne Kanonen-schüsse und Geknatter des Gewehrfeuers machten sich vom Donau-ufer her vernehmbar. Schon hatten die Ungarn ihre Vorrückungbegonnen und die ersten Erfolge begünstigten ihre Waffen. ' Aufihren: äußersten rechten Flügel ging der tollkühne Guyon an derSpitze eines Szekler- und des zweiten Pester N.-G.-Bataillons
*) Siehe dieselben im Anhang.