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1 (1869) Die Belagerung und Einnahme Wiens October 1848
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III. 25. Schlacht bei Schwechat am 30. Oktober.

luugen unter Oberst Nöpüsy geschützt. Nach einem mehrstündigenHalt bei Stixneusiedel und Arbesthal, während von Wien der Don-ner einer gewaltigen Kanonade dumpf herübergrollte, begann dieVorrückung uni 3 Uhr N.- M. auf's neue. Die Vortrnppen des Ba-nns, anderthalb Bataillons mit 12 Geschützen, zogen sich gegenNauchenwart zurück; zwei Schwadronen Kreß-Chevauxlegers hieltenin einer Postenkette das linke Ufer der Fischa besetzt. Am rechtenUfer, von Fischament bis Margarethen im Moos, bivonakirten dieUngarn. Hinter der Linie im freien Walde befand sich das Haupt-quartier; unter einem großen Baume saßen Kossuth, Moga und diehöhern Ofsiciere um ein Feuer, brieten Speck und Kartoffeln und schlie-fen dann auf dem Laube. Oberst Görgei, dessen Brigade den linkenFliigel des Mitteltresfens bildete, ließ nächst Kellersdorf auf demhöchsten Punkte der Umgebung die Nacht hindurch ein großes Feuerunterhalten, um den Beobachtern auf dem Stephansthurm die Nähedes Entsatzheeres anzukündigen. Allein in Wien wurde man, wohlübermüdet von den unausgesetzten Beobachtungen des Tages, dasZeichen nicht gewahr; keine Antwort, durch Feuerpfeile in den dun-keln Himmel emportragen, kam von dorther zurück. Am Sonntag-morgen überschritt Moga die Fischa und rückte, während Ottingerseine Truppen in geschlossenen Reihen gegen die Schwechat zurück-führte, etwa eine Meile weit vor. Von Wien her blieb noch immeralles still; Moga, stutzig über diese Ruhe die er sich nicht erklären konnte,gebot auf den Anhöhen zwischen den beiden Flüßchen seinem Heere Halt.

Im kaiserlichen Hauptquartier hatte man sich seit der Sendungvon Jvünka und Dobay auf einen Angriff der Ungarn gefaßt ge-macht. Jelacic hatte deshalb am 28. nur einen Theil seiner Streit-kräfte gegen Wien verwenden dürfen, während die übrigen gegen dieLeitha hinübersahen. F.-M.-L. Kempen hielt mit 4 Bataillons,2 Escadrons und 0 Geschützen die Höhe beim Neugebäude, Schwechatund die Linie des gleichnamigen Flusses besetzt; General Dietrichmit 3 Bataillons und 9 Geschützen, dann die Artillerie-Reserve,2 Fuß- und 2 Naketen-Batterien, waren am Laaer Berge aufgestellt;10 Escadrons der Cavallerie-Brigade Baltheser und 1 Raketen-Batterie nahmen die Senkung bei Ober-Laa ein. In der Nacht vom28. zum 29. wurde die Brigade Gramont aus dem Prater ans dasrechte Donannfer herübergezogen und von Jelacic an die untere